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Novell fordert Microsoft mit neuer Linux-Bürosoftware heraus

Das amerikanische Software-Unternehmen Novell will mit einem neuen Software-Office-Paket auf der Basis von Linux in eine weitere Domäne des Marktführers Microsoft vordringen.

dpa WALTHAM. Das amerikanische Software-Unternehmen Novell will mit einem neuen Software-Office-Paket auf der Basis von Linux in eine weitere Domäne des Marktführers Microsoft vordringen.

Mit „Linux Desktop 9“ stellte das Unternehmen am Montag in Waltham (Massachusetts) ein Software-Paket mit Office-Programmen für Einzelplatz-Rechner auf der Basis des freien Betriebssystems Linux vor. „Linux Desktop 9“ ist vor allem für den Einsatz in Unternehmen gedacht und basiert auf der Software des Anfang des Jahres von Novell übernommenen Nürnberger Unternehmens Suse Linux.

„Seit einigen Jahren fragt die IT-Industrie, wann Linux startbereit ist, den Desktop-Rechner zu erobern“, sagte Novell-Chef Jack Messman. Das neue Software-Paket mache jedoch nicht gleich alle Windows-Systeme überflüssig. Die Frage sei vielmehr, wann und wo eine Open-Source-Software auf den Schreibtisch-PC eine kostengünstige Alternative darstellen könne. Branchenbeobachter vermuten, dass Microsoft-Kunden angesichts laufender Lizenzverträge einen Umstieg am ehesten erwägen werden, wenn Microsoft seine nächste Windows-Generation „Longhorn“ auf den Markt bringen wird.

Bislang war Linux-Software in Unternehmen und Behörden vor allem auf Großrechnern und Servern zum Einsatz gekommen. Auf dem Software- Markt für einzelne Personal Computer hatte Linux bislang kaum Marktanteile erringen können. „Aus unserer pragmatischen Sicht heraus ist jetzt die Zeit für einzelne PC-Nutzer gekommen, von den Vorteilen von Open Source zu profitieren“, sagte Messman.

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