November-Hitliste der Viren ohne große Überraschung
Alte Bekannte sind nicht zu stoppen

Trotz der ständigern Mahnung, Rechner mit aktuellen Virenscannern auszustatten, und den zahlreichen Möglichkeiten, private Rechner kostenlos zu schützen, führt ein bereits seit März bekannter Wurm erneut die Hitliste der Schädlinge an.

hiz DÜSSELDORF. Die Sicherheitsexperten von Sophos haben zusammengetragen, welche Viren im November die meisten Probleme bereitet haben. Als Shootingstar in der Viren-Hitliste zeigt sich dabei der Wurm Sober-I, der erst am Mitte November zum ersten Mal gemeldet wurde. Er nimmt hinter einem alten bekannten, Netsky-P, den 2. Platz ein. Dieser Wurm ist immerhin seit März im Internet unterwegs und ist trotz seines Bekanntheitsgrades offensichtlich nicht zu stoppen. Ebenfalls neu in der Schädlingsliste ist der auf Platz 4 gelandete Wurm Beagle-AU.

Sorgen bereiten die Sicherheitsexperten vor allem die neu aufgetauchte Sober-Variante. „Die Auswirkungen von Sober-I waren besonders stark zu spüren, denn der Wurm machte insgesamt mehr als 20 Prozent der Reports in diesem Monat aus, obwohl er erst in der zweiten Novemberhälfte aus dem Nichts aufgetaucht ist“, bemerkt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos.

Gerade dieser Wurm verbreitet sich noch immer mit unterschiedlichen Betreffzeilen und Nachrichten via E-Mail. Viele davon gleichen einer offiziellen Nachricht oder Sicherheits-Meldung. Mit diesem Trick kann man Anwender nach den Erfahrungen der Fachleute leicht überlisten, denn obwohl sie wegen der bekannten Gefahren oft Vorsicht walten lassen, klicken sie den E-Mail-Anhang meist trotzdem an, um mehr über das angebliche Problem zu erfahren.

„Trotz der Aufmerksamkeit, die Anwender dem neuen Sober-I Wurm schenken, konnten sich die Langzeitschädlinge Netsky-P und Zafi-B auch in diesem Monat weiter durchsetzen - ungeachtet dessen, dass bereits seit ihrem ersten Auftreten ein Virenschutz gegen sie verfügbar ist. Um diesem Problem endlich Herr zu werden, sollten Computerbenutzer immer daran denken, ihre Antiviren-Software auf dem neuesten Stand zu halten“, mahnt Hardy.

Im vergangenen Monat spürten die Experten insgesamt 1379 neue Viren auf. Damit klettert die Gesamtzahl der Viren, die allein bei Sophos bekannt sind, auf 97 535. Gegenüber dem Oktober stieg die Anzahl der verseuchten Mails im Internet leicht an. Im Oktober waren 4,6 Prozent aller elektronischen Briefe versucht und im November waren es schon 5,6 Prozent.

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