Nur schwer zu erkennen
Warnung vor neuem Computer-Wurm „Sobig.F“

Nur eine Woche nach der Aufregung um den Computer-Wurm „Lovsan“ hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechik (BSI) vor dem neuen gefährlichen Schädling "Sobig F" gewarnt.

HB/dpa HAMBURG. Eine Variante des bereits bekannten „Sobig“-Wurms habe innerhalb von nur wenigen Stunden Tausende Rechner infiziert, teilte das BSI in Bonn mit. „Sobig.F“ verbreite sich seit Dienstag per E- Mail mit großer Geschwindigkeit und werde durch einen Doppelklick auf den Dateianhang aktiviert. Erstmals war ein Sobig-Wurm vor etwas mehr als einem halben Jahr im Internet in Umlauf gebracht worden.

E-Mails mit dem „Sobig.F“-Wurm ließen sich nur schwer erkennen, da die Namen der Anhänge und des Absenders variieren können, sagte Frank Felzmann vom Bundesamt. Sie seien unter Umständen auch als Antwort von einem Bekannten getarnt und enthielten im Textteil die Aufforderung „see attached file for details“. Durch einen Doppelklick auf den Dateianhang installiert der Schädling jedoch ein so genanntes Trojanisches Pferd auf dem Rechner. Trojanische Pferde sind manipulierte Programme, die den Zugriff von Außen auf die Daten des Rechners ermöglichen. Das BSI warnt dringend davor, Datei-Anhänge von eingehenden E-Mails ungeprüft zu öffnen.

Seit Montag verbreitet sich auch eine neue Variante des Computer- Wurms „Lovsan“ über das Internet. Anders als bei Computer-Würmern üblich macht die „Lovsan“-Variante „D“ jedoch ihren Vorgänger unschädlich und versucht, die für den Schutz notwendige Microsoft- Sicherheitssoftware (Patch) zu installieren. Die Installation verlaufe jedoch in vielen Fällen fehlerhaft, hieß es. IT- Sicherheitsexperten raten deshalb den betroffenen Nutzern von Windows XP und 2000, sich auch vor dem „Anti-Wurm“, auch „Welchia“ oder „Nachi“ genannt, mit aktueller Sicherheitssoftware zu schützen.

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