Nutzer der Kazaa-Börse
Erstes Urteil gegen illegalen Musiktausch

In einem Blitzverfahren hat das Amtsgericht Cottbus einen Auszubildenden zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er illegal Musik über eine Internet-Tauschbörse angeboten hat.

HB COTTBUS/BERLIN. Der 23-Jährige muss insgesamt 8400 Euro Strafe und Schadenersatz zahlen, weil er tausende Musiktitel im Netz angeboten habe, teilte das Amtsgericht Cottbus mit. Nach Angaben der deutschen Phonoverbände hat der Verurteilte über die Tauschbörse Kazaa die Musik ins Netz gestellt. Bei einer Durchsuchung seien 6000 MP3-Dateien beschlagnahmt worden.

Der Internet-Provider hatte der Staatsanwaltschaft die Identität des Musikpiraten offen gelegt. Danach war zuerst die Mutter des Auszubildenden an einem Tag Anfang Mai an ihrem Arbeitsplatz abgeholt worden worden, später sei ihr Sohn ebenfalls zu Hause erschienen. Die Polizei habe neben den MP3-Dateien rund 100 Rohlinge mit mehr als 1000 Musiktiteln beschlagnahmt.

Der junge Mann wurde in einem Blitzverfahren verurteilt. Wegen seines geringen Einkommens beträgt die Geldstrafe nur 400 Euro. Außergerichtlich stimmte er einem Schadenersatz von 8000 Euro zu. Außerdem muss der Mann die Gerichtskosten tragen.

Der Phonoverband hat bisher in 68 Fällen Anzeige gegen mutmaßliche Musikpiraten gestellt. Bei einer Hausdurchsuchung in der vergangenen Woche im Raum Stuttgart seien zwei Computer eines 57- jährigen Lehrers mit tausenden Musiktiteln beschlagnahmt worden. Der Mann besitze nur 25 Original-CDs und habe seine Taten gestanden, teilte der Verband weiter mit.

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