Offensive von ARD und ZDF
Schützenhilfe bei Digitalisierung gefordert

Zum Auftakt der 47. Internationalen Funkausstellung fordert die Unterhaltungselektronik-Branche mehr Hilfe von der Politik. Sie müsse den Prozess der fortschreitenden Digitalisierung aktiv unterstützen. Unterdessen wollen auch ARD und ZDF - ungeachtet der Kritik von Privatsendern und Verlegern - ihre Digitaloffensive verstärken.

HB BERLIN. Der Vorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik, Rainer Hecker, hatte bei der Eröffnungsgala am Donnerstagabend erklärt, Medienpolitik entscheide über die Systeme und damit über die Empfangsgeräte von Morgen - und damit auch über die Entstehung neuer Märkte und Arbeitsplätze, weit über die Geräteindustrie hinaus. Die Politik müsse den Weg für die weitergehende Digitalisierung frei machen.

Positive Signale auf diese Forderung kamen von der Bundesregierung und EU-Parlamentspräsident Hans-Gert Pöttering. Wirtschaftsminister Michael Glos kündigte an, die Bundesregierung werde die Branche bei der Entwicklung neuer Ideen unterstützen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und er hätten das Forum Digitale Medien eingerichtet, um die Digitalisierung in Deutschland zu beschleunigen.

Pöttering sagte, die Politik müsse mit der digitalen Revolution Schritt halten. Die EU müsse durch ihre Gesetzgebung einen Beitrag dazu leisten, damit die Bürger die Vorteile der Digitalisierung nutzen könnten.

ARD und ZDF bauen Online-Aktivitäten aus

Die öffentlich-rechtlichen Sender kündigten derweil an, noch stärker auf das Internet zu setzen. Die Anstalten würden sich nicht von den Entwicklungen der Medienwelt abkoppeln, sagte der ARD-Vorsitzende Fritz Raff am Freitag bei der Vorstellung der neuen Angebote der Öffentlich-Rechtlichen auf der Ifa in Berlin. Wenn Deutschland nicht Schlusslicht werden wolle, müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Anstalten schleunigst an die neuen Realitäten angepasst werden.

Dabei entwickele sich IPTV, die Verbreitung von Rundfunk über Internet, zur vierten Säule neben Radio, TV und mobilen Rundfunk. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wolle allen Konsumenten ein vielfältiges Angebot Verfügung stellen, sagte der Direktor des Instituts für Rundfunktechnik, Klaus Illgner.

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