"Office 12“ und Windows Vista
Microsoft poliert Software-Flaggschiffe auf

Die Büroprogramm-Sammlung Office und das Betriebssystem Windows sind noch immer "Brot-und-Butter-Geschäft" von Microsoft. Sie bringen den größten Teil des Umsatzes des US-Softwaregiganten aus Redmond. In Los Angeles zeigten Bill Gates nun erste Details der Nachfolge-Versionen der Gemeinde von Software-Entwicklern, um diese auch künftig eng an sich zu binden.

HB DÜSSELDORF. "Wir wollen, dass ihr bereit seid für die nächste große Welle, die wir für das kommende Jahr erwarten", sagte Bill Gates den zahlreich auf der PDC (Professional Developer Conference) versammelten freien Programmierer. Mit der Welle, die der selbst ernannte Chef-Software-Architekt dabei erwartet, ist - Gott sei Dank - keine neue Wasserflut gemeint. Vielmehr sieht Gates ein hohes Nachfragepotenzial nach neuer Bürosoftware und einer neuen Version des Betriebssystems Windows. "Office 12" und Windows Vista sollen den Anwendern dabei ein völlig neues Erlebnis bei ihrer täglichen Arbeit vermitteln. Beide Produkte sind schon seit langem angekündigt und sollen in der zweiten Hälfte 2006 auf den Markt kommen - wesentlich später, als vor Jahren versprochen.

Eines der wichtigsten Ziel bei der geplanten neuen Office-Version sei es, dass die Nutzer die vielen Möglichkeiten, die das Programm-Paket bietet, auch finden. Eine Untersuchung hatte gezeigt, dass neun von zehn in der Regel gewünschter Funktionen bereits im aktuellen Office 2003 vorhanden sind. Problem: Die Anwender können die vielen Features oft nicht finden. Das soll mit der zwölften Version der Bürosoftware, deren endgültiger Name noch nicht feststeht (womöglich Office Vista), besser werden. Dafür wurde eine weitgehend neue Benutzeroberfläche entwickelt.

Ersten Präsentationen zufolge werden in der nächsten Generation von Word, Excel, Power Point und Access die bislang bekannten traditionellen Menüs und Symbolleisten nicht mehr zu finden sein. Sie werden durch eine Art dynamische Karteireiter für konkrete Aufgabenstellungen wie Textformaten, Querverweisen oder Seiten-Layouts ersetzt. Anstelle von Menüs öffnen sich künftig vielmehr mehrzeilige Symbolleisten, die alle zu diesem Bereich gehörigen grafischen Befehlssymbole zeigen. Microsoft verspricht sich von diesem Layout eine deutlich übersichtlichere Benutzerführung. "Seit Office 95 ist dies ist die bedeutendste Neuerung", erklärte Bill Gates.

Aber es gibt nicht nur Neuerungen bei der Oberfläche: Excel soll eine verbesserte Druckvorschau anbieten, um die Formatierung der Papierausgabe zu erleichtern. Word fasst alle allgemeinen Einstellungen in einem "Document Inspector" zusammen, der ebenfalls nach Aufgaben gegliedert ist. Outlook bietet eine neue Seitenleiste namens "To-Do Bar", die fällige Termine und offene Aufgaben auflistet. Eine "Live-Vorschau" zeigt bei allen Anwendungen, wie ein Programm-Befehl das Dokument verändern wird. Eine erste Betaversion von "Office 12" soll noch in diesem Jahr erscheinen.

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