Office 2003 unterstützt schon die Webservice-Sprache
Auch Microsoft setzt auf Internet-Standard XML

Microsoft-Manager Walter Seemayer ist überzeugt: Die Integration von Daten und Inhalten ist eines der wichtigsten Aufgaben, mit der sich die IT-Branche konfrontiert sieht. Dabei setzt Microsoft wie viele andere Unternehmen der IT-Industrie auf XML.

ruk/jojo MÜNCHEN. Bis zu 40 % der DV-Budget müssen dafür aufgewendet werden, sagte der National Technology Officer (NTO) in einem Gespräch in München. In Zeiten der Mobilität und Kooperation mit Partnern können Daten nicht mehr in geschlossenen Computersystemen der Unternehmen gehalten werden. Allein die Kommunikation von Daten und Inhalten mit Außendienst-Mitarbeitern und Unternehmenspartnern zwinge alle Firmen dazu, dafür zu sorgen, dass das Zusammenspiel der Computer- und Kommunikationssysteme – im Branchenjargon Interoperabilität genannt – möglichst reibungslos funktioniert.

Dabei setzt Microsoft wie viele andere Unternehmen der IT-Industrie auf XML. Das ist kein Kürzel für eine Kleidergröße, sondern steht für „eXtensible Markup Language“ (übersetzt: erweiterbare Markierungssprache). Damit lassen sich die Darstellungen von Inhalten auf Webseiten im Internet relativ flexibel definieren. Man könnte es auch als eine Art Webservice-Sprache bezeichnen.

In vielen Unternehmen existieren Projekte mit XML-Komponenten. Immer mehr unternehmenskritische Daten werden in XML gespeichert, denn alle großen Datenbanksysteme unterstützen diese Technologie. XML ist dadurch in so vielen Bereichen einsetzbar, dass es für IT-Verantwortliche heute kaum noch möglich ist, die Vorteile der Standardisierung zu ignorieren. Der wichtigste Punkt aber ist, dass XML die historisch gewachsenen Grenzen zwischen Dokumenten und Daten aufhebt. Es spielt keine Rolle, ob die Informationen von einem Menschen oder einer Maschine verarbeitet werden sollen.

Microsoft hat die XML-Fähigkeit bereits in seine Bürosoftware „Office 2003“ eingebaut. Dort soll es dafür sorgen, dass der Datenaustausch auch mit anderen IT-Plattformen in Unternehmen möglich ist. Darüber hinaus setzt der mächtige Software- Konzern auf XML als Grundlage seiner „Dot-Net“-Plattform. Sie ist Microsofts Basis für das Angebot von Web Services. Diese werden in Zukunft ein wesentlicher Teil der Microsoft Anwendungen, Software- Werkzeugen und Server-Produkten. Sie sollen nach den Plänen von Bill Gates den Anwendungen sowohl die Kommunikation als auch die Verteilung der Daten über das Internet, unabhängig von Betriebssystemen und Programmiersprachen ermöglichen.

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