Online-Aktivitäten der TV-Sender
Die Zukunft im Test

Während die BBC mutig vorangeht, weiten ARD und ZDF ihre Online-Aktivitäten behutsam aus. Statt auf Kooperationen mit Plattformen wie Youtube setzen sie auf den Ausbau ihrer Web-Archive.

bn BERLIN. Sie haben die letzte Folge der ZDF-Telenovela „Wege zum Glück“ verpasst? Sie wollen sich die hitzige Diskussion in der WDR-Talksendung „Hart aber fair“ noch mal anschauen, oder den lustigen Versprecher von Anne Will bei den „Tagesthemen“ gestern Abend? All das ist mittlerweile auf den Internet- Seiten der öffentlich-rechtlichen Sender möglich.

Und nicht nur das: Bei der ARD können Sie ihre Lieblingssendungen auf den iPod laden und das ZDF stellte die Folgen seiner kürzlich ausgelaufenen Serie „Kriminaldauerdienst“ sogar ins Netz, bevor sie im Fernsehen ausgestrahlt wurden. In Zeiten von Video-Webseiten wie Youtube und Video-on-demand- Angeboten wollen die Zuschauer die Möglichkeit haben, Fernsehinhalte anzuschauen, wann und wo es ihnen passt – und nicht nur dann, wenn es das Programm vorschreibt. Darauf reagieren ARD und ZDF ebenso wie die privaten Sender, deren Angebote allerdings – anders als bei den Öffentlich-Rechtlichen – zumeist kostenpflichtig sind.

Doch den Weg in die multimediale Zukunft beschreiten ARD und ZDF vorsichtig. „Wir tasten uns vor und schauen erst mal, was bei den Zuschauern gut ankommt“, beschreibt Robert Amlung diesen Prozess. Amlung leitet die ZDFHauptredaktion Neue Medien. Deshalb werden bislang nur ausgewählte Serien und Sendungen im Internet bereitgestellt und Angebote wie „Online First“ im Fall der Serie „Kriminaldauerdienst“ getestet.

Kooperation mit Youtube

Im Vergleich zu ihren deutschen Pendants hat sich die britische BBC schon deutlich weiter hinein gewagt in die neue multimediale Welt. So kooperiert die gern als „alte Tante“ verspottete Anstalt mit der Video-Webseite Youtube. Die ebenfalls gebührenfinanzierte BBC sendet auf Youtube Ausschnitte und Clips aus dem eigenen Programm. „Wir müssen da angeln, wo die Fische sind“, begründet Simon Danker, Direktor für Digitale Medien von BBC Worldwide, die Zusammenarbeit. Denn bei Jugendlichen würden Web-2.0-Angebote wie Youtube und Myspace immer wichtiger werden – und wie ARD und ZDF bemüht sich die BBC verstärkt darum, auch jüngere Menschen zu erreichen.

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