Online-Community
Software bringt Sportler in Kontakt

Ein IT-Dienstleister aus Kassel will mit einer neuen Online-Community tausende Breiten- und Freizeitsportler miteinander vernetzen. „Dann kann man in seinem Fitnessstudio in Hamburg auf ein Laufband steigen und einen Online-Wettkampf gegen jemanden in München austragen“, sagt der Initiator Frank Knobloch.

mx DÜSSELDORF. Unter der Adresse » www.deinsport.net können sich registrierte Sportler, Betreuer oder Physiotherapeuten künftig untereinander austauschen, verabreden, Trainings- und Wettkampfleistungen abgleichen oder auch zu virtuellen Wettkämpfen antreten. Initiator Frank Knobloch, Geschäftsführer der Firma Carbon Consulting, will auch mobile Trainingscomputer, Pulsuhren und Ergometer per Internet einbinden. „Auf diese Art kann man in seinem Fitnessstudio in Hamburg auf ein Laufband steigen und einen Online-Wettkampf gegen jemanden in München austragen.“ Das System sei zunächst vor allem gedacht für Sportarten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren, Kanufahren oder Inline-Skaten.

Dass sich genügend technikaffine Freizeisportler finden, ist für Knobloch keine Frage: „Wir rechnen bis Ende 2011 mit zwei Millionen Mitgliedern.“ Ähnlich wie bei der Business-Community Xing solle die Teilnahme kostenlos sein, allerdings gebe es Premium-Funktionen nur gegen Gebühr.

„Das Messen der Leistungsdaten wollen wir immer stärker automatisieren“, sagt Knobloch. Eine jetzt vereinbarte Partnerschaft mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) soll dabei helfen: Die Aachener Forscher sorgen mit einer Applikation namens „Mobota“ für den Kontakt zwischen den Endgeräten beim Sportler und den serverseitigen Community-Komponenten. Die Mobota-Applikation wird nach Fraunhofer-Angaben auf einem Taschencomputer (PDA) mit Satellitenortung (GPS) oder Smartphone betrieben und erlaubt eine direkte Kommunikation mit der Serverplattform. „Das Fraunhofer FIT macht mit Mobota einen handelsüblichen PDA zu einem mobilen Sportgerät“, sagt Knobloch. Mobota sei auch als individueller Trainingscoach einsetzbar, mit dem der Sportler seine persönlichen Trainingspläne oder Freizeit-Routen organisieren kann. Die Nutzer sehen im Portal die optisch aufbereiteten Daten auch anderer Mitglieder ein. So können auch Rankings für gleiche Fahr- und Laufstrecken erstellt werden.

Weitere Partner sollen nach Knoblauchs Wünschen hinzukommen – etwa Krankenkassen, Gerätehersteller oder Fitnessstudios. Auf der Homepage, die gegenwärtig noch vor allem Werbung in eigener Sache macht und das Konzept erklärt, registrieren sich den Angaben zufolge bereits die ersten Nutzer. Beim Frankfurt-Marathon am 28.10. werde es technisch „einen ersten Probelauf“ geben. Ende des Jahres gehe die Homepage richtig an den Start. Der Unternehmer steckt sich hohe Ziele: „Wir wollen eine global vernetzte Sportler-Plattform schaffen.“

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