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Online-Datenbank hilft Amalia-Bibliothek nach Großbrand

Die größte deutsche Online-Datenbank für antiquarische Bücher sucht für die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar nach Ersatz-Ausgaben für die verbrannten Werke.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die größte deutsche Online-Datenbank für antiquarische Bücher sucht für die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar nach Ersatz-Ausgaben für die verbrannten Werke.

Von den rund 50 000 Büchern, die bei dem Brand der Bibliothek im Spätsommer 2004 zerstört wurden, könnten rund 70 Prozent wieder beschafft werden, sagte Bibliotheks-Direktor Michael Knoche am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse. Das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher (Zvab) kann auf rund 3 700 Antiquariate mit weltweit 16 Mill. Titeln zugreifen.

Eine Zvab-Mitarbeiterin suche mit Hilfe einer Verlustliste der Anna Amalia kostenlos nach Angeboten von Antiquaren, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Online-Datenbank, Richard von Rheinbaben. Die meisten Angebote kämen aus Europa, doch auch in den USA gebe es große Bestände an alten deutschen Büchern.

Knoche bezifferte den Schaden durch die 50 000 verbrannten Bücher auf 47 Mill. Euro, die Wiederbeschaffung eines Großteils dauere geschätzte 30 Jahre. „Auf dem momentanen Markt könnten wir 40 bis 50 Prozent der Titel wieder kaufen“, sagte der Bibliotheks-Direktor. Bisher sind nach Angaben der Klassik Stiftung Weimar rund 2 200 Bücher aus der Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert wieder im Bestand.

Das Zvab besteht seit 1996 und ist weltweit der größte Online-Anbieter für deutschsprachige antiquarische Bücher. Mit der Vermittlung von täglich etwa 4 000 Werken macht das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 23 Mill. Euro.

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