Online-Studie
Kostenpflichtige Angebote haben es schwer

Wie die W3B-Studie der Unternehmensberatung Fittkau & Maaß zeigt, steht knapp die Hälfte der Internet-Nutzer kostenpflichtigen Online-Inhalten immer noch ablehnend gegenüber.

HB DÜSSELDORF. Das Interesse an Paid Content stieg in den vergangenen beiden Jahren nur geringfügig von 53,5 auf 56 Prozent. Immerhin 34 Prozent aller Nutzer wären allerdings grundsätzlich bereit, für hochwertige Informationen, Daten und Nachrichten zu zahlen. 23,8 Prozent zeigen Interesse an kostenpflichtigen Musikdownloads, 21,5 Prozent würden für Filme und Bilder zahlen, 21,2 Prozent für Weiterbildungsangebote.

Infografiken zur W3B-Studie von Fittkau & Maaß finden Sie hier ...

Mit solchen Inhalten erzielten Portalbetreiber und Anbieter von Spezial-Inhalten im vorigen Jahr recht gute Zuwächse, beispielsweise die Stiftung Warentest. Die Stiftung bietet seit Juli 2000 kostenpflichtige Downloads an. Im Jahr 2003 wurde bereits etwa eine Million Euro mit Testberichten und anderen kostenpflichtigen Angeboten im Netz umgesetzt.

„Für die Akzeptanz kostenpflichtiger Dienste ist ein einfaches Bezahlverfahren entscheidend“, sagt Holger Maaß, Geschäftsführer von Fittkau & Maaß. Über ein solches Verfahren verfüge beispielsweise der Internet-Provider T-Online, dessen Kunden kostenpflichtigen Portalinhalte wie Sportvideos, Konzertmitschnitte oder Gesundheitsratgeber direkt über die Telefonrechnung bezahlen können. T-Online weist seine Umsätze mit solchen Mehrwertdiensten nicht gesondert aus. Allerdings stieg die Zahl der verkauften Handy-Logos und Klingeltöne nach Unternehmensinformationen im vergangen Jahr von 54 000 auf rund 355 000.

Der Portalbetreiber Web.de verzeichnet ebenfalls gute Erfolge mit einem eigenen Bezahlsystem unter dem Namen Web.Cent, das Bestandteil jedes seiner kostenlosen E-Mail-Postfächer ist. Kunden können mit vorab dort eingezahlten Geldbeträgen unter anderem kostenpflichtige E-Mail-Services, Handy-Kurznachrichten oder -Logos bezahlen. In diesen Bereichen verzeichnete Web.de im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von 80 Prozent auf 5,8 Millionen Euro. Damit stieg der Anteil der digitalen Dienste am Gesamtumsatz des Web-Portals von 47 auf 61 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%