Online-Vertrieb soll richtig anlaufen
Internet ist Hoffnungsträger der Musikbranche

Das Internet ist für die Musikindustrie zum Hoffnungsträger geworden. Kräftige Umsatzsteigerungen verspricht sich etwa Frank Briegmann, Deutschlandchef von Marktführer Universal Music, vom elektronischen Vertrieb: "Der Online-Vertrieb wird 2006 richtig anlaufen", erwartet er.

dpa BERLIN. Der Anteil am Gesamtumsatz soll mittelfristig von zuletzt fünf auf 30 Prozent anschwellen. Vor einigen Jahren schien es dabei noch, dass das Internet der Branche den Todesstoß versetzen könnte - so sahen es zumindest die Pessimisten.

Mit der zunehmenden Internet-Nutzung und den höheren Bandbreiten, die eine schnelles Herunterladen ermöglichten, tauschten die Nutzer massenhaft Musikstücke. Die "Napster-Manie" ging um, und niemand dachte an Urheberrechte. Auf dem juristischen Weg erwirkten die Musikfirmen, dass viele Tauschbörsen geschlossen wurden. Der bekannteste Fall ist Napster. Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität hatte die später als illegal dichtgemachte Tauschbörse bis zu 60 Mill. Nutzer. Der Austausch über das Internet hatte verheerende Auswirkungen auf die Plattenkonzerne, die Umsätze brachen zum Teil zweistellig ein. Für dieses Jahr rechnen Branchenvertreter nur noch mit einem leichten Rückgang.

Inzwischen ist die Internetseite von Napster wieder offen, aber mit vollkommen anderem Geschäftsmodell. Aus den "Usern" sind Kunden geworden, und die sollen für die Musik zahlen. Während bei Napster eine monatliche Abo-Gebühr anfällt, verkaufen zum Beispiel Musicload (T-Online) und itunes (Apple) die Musikstücke zum Stückpreis. Die beiden Unternehmen nehmen als deutsche Marktführer eine Schlüsselfunktion für die Plattenfirmen hier zu Lande ein. "Die Einführung des legalen Downloads wirkt der Abwärtsentwicklung entgegen - der legale digitale Musik-Download bietet für die gesamte Musikindustrie enormes Wachstumspotenzial", sagt T-Online-Vorstand Burkhard Graßmann.

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