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Onlinemusik: Zwischen illegalen Tauschbörsen und legalem Geschäft

Mit der Erfindung des Musikformates MP3 der Fraunhofer Gesellschaft begann die digitale Revolution in der Musikbranche. Durch dieses hochkomprimierte Format, das 1989 zum Patent angemeldet wurde, konnten Musikstücke bei nur geringem Qualitätsverlust in handliche Datenpakete umgewandelt werden. 1997 kam der erste mobile MP3-Player auf den Markt, Ende 1999 startete das Internetportal Napster, sozusangen die Mutter aller Tauschbörsen.

dpa BERLIN. Mit der Erfindung des Musikformates MP3 der Fraunhofer Gesellschaft begann die digitale Revolution in der Musikbranche. Durch dieses hochkomprimierte Format, das 1989 zum Patent angemeldet wurde, konnten Musikstücke bei nur geringem Qualitätsverlust in handliche Datenpakete umgewandelt werden. 1997 kam der erste mobile MP3-Player auf den Markt, Ende 1999 startete das Internetportal Napster, sozusangen die Mutter aller Tauschbörsen.

Binnen Monaten entwickelte sich darüber in schwunghafter Dateitausch von Mill. Websurfern. Jeder einzelne stellt dabei seine eigene Dateisammlung ins Netz und bietet sie anderen zum Download an - so entsteht eine riesige, kostenlose Bibliothek.

Zum Schrecken der Musikbranche wurden und werden dort größtenteils urheberrechtlich geschützte Musikstücke kostenlos getauscht. Die Industrie ging gerichtlich gegen Napster vor, das schließen musste, von der Branche aufgekauft wurde und heute als legaler Downloadshop funktioniert. An seine Stelle traten aber andere wie Kazaa, Gnutella oder edonkey. Im vergangenen Jahr wurden über diese Tauschbörsen nach einer Untersuchung des Weltphonoverbandes Ifpi rund acht Mrd. Musikstücke illegal heruntergeladen.

Die legalen Downloadangebote taten sich hingegen schwer. Die Klärung der Rechte und Lizenzen an Musiktiteln, technische Schwierigkeiten und die Uneinigkeit der Plattenbranche verzögerten ihren Start Jahr um Jahr. Im April 2003 zeigte dann der Computerkonzern Apple den eigentlichen Experten wie man es besser macht. Der itunes Music Store, entwickelt um den Absatz des Abspielgerätes ipod zu fördern, wurde zum Hoffnungsträger der ganzen Branche. Mehr als 125 Mill. Tracks verkaufte Apple bis heute - und ist damit Marktführer.

Mittlerweile gibt es rund 20 legale Downloadshops für Internetsurfer in Deutschland, darunter welche unter www.mtv.de, www.karstadt.de oder www.musicload.de.

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