Open-IP-TV
Telekomunternehmen schmieden Allianz gegen Microsoft

Führende Telekom - und Elektronikunternehmen wollen die Dominanz von Microsoft im Web-TV-Markt beenden. Eine neue Open-IP-TV-Allianz soll einen gemeinsamen Standard verabschieden. Zuvor hatte Microsoft seine Web-TV-Plattform auf der Cebit präsentiert.

HANNOVER. Die Liste der Teilnehmer liest sich wie das Who-is-who der Branche: AT&T, Ericsson, France Telecom, Panasonic, Philips, Samsung Siemens, Sony und Telecom Italia haben auf der Cebit die Gründung eine Allianz für einen freien Standard für das Internetfernsehen IP-TV bekannt gegeben. Die Gruppe sei offen für weitere Teilnehmer, heißt es.

Noch 2007 sollen Standards für eine komplette TV-Plattform bis hin zu den nötigen Spezifikationen der Endgeräte festgelegt werden. Mit im Spiel dürfte auch der bereits etablierte DLNA (Digital Living Network Alliance) Standard sein. Das Ganze ist auch ziemlich komplex, da viele Interessen vom Telekomanbieter über die Filmanbieter (Kopierschutz) bis zu den Geräteherstellern berücksichtigt sein wollen.

Die Zeit drängt für die Neulinge. Denn Angstgegner Microsoft hat bereits die ersten Netze ausgeworfen, unter anderem wird seit 2006 das VDSL-Angebot T-Home in Deutschland auf Microsoft-Software präsentiert. Insgesamt nennt Hilke Panzner von Microsoft IP-TV weltweit 17 Telekomanbieter in 15 Ländern als Kunden für Redmond.

Es lohnt sich um den Markt zu kämpfen. Marktforscher wie Gartner gehen davon aus, dass bis 2010 weltweit bis zu 48 Mill. Haushalte IP-TV-Dienste nutzen werden. Wer hier die Standards setzt, bestimmt auch, wer mit dabei ist. Zumindest kassiert er die die Lizenzgebühren wie etwa für Kompressionsverfahren oder Rechtemanagementsoftware.

Schnelltest: IP-TV über die Xbox360 im Wohnzimmer. Das neue Konsortium

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
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