Open Source
Erfolg durch Offenheit

Wer offen mit seiner Software umgeht, ist langfristig am erfolgreichsten, zeigt eine neue Studie zu Open-Source-Projekten. Googles Android ist dabei ein Paradox.
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HamburgDas Marktforschungsunternehmen VisionMobile hat die Offenheit von acht Software-Projekten untersucht, die nach dem Prinzip Open Source funktionieren. Für die von der EU kofinanzierte Studie wurde ein Open Governance Index entworfen. Er soll die Offenheit nach den Punkten Zugänglichkeit, Entwicklung, Transparenz, Weiterentwicklung und Community-System bewerten. Damit wird quantitativ erfasst, wie offen oder geschlossen ein solches Projekt ist.

Googles Android schließt bei diesem Open Governance Index mit 23 Prozent am schlechtesten ab, während Eclipse mit 84 Prozent als am offensten bewertet wird. Die anderen Projekte – Qt, Symbian, MeeGo, Mozilla, WebKit und Linux – erreichen alle mehr als 50 Prozent.

Doch ging es den Autoren der Studie nicht nur um die Bewertung, wie zugänglich eine Software ist und wie viele an ihrer Entwicklung beteiligt sind. Die Ergebnisse zeigen, schreiben die Autoren, dass die Plattformen, die am offensten sind, auf lange Sicht auch die erfolgreichsten sind. Als Beispiele nennen die Autoren Eclipse, Linux, Webkit und die Mozilla-Stiftung. Letztere entwickelt unter anderem einen der am häufigsten genutzten Browser und ein erfolgreiches Mailprogramm.

Das von Google entwickelte Betriebssystem Android gilt in diesem Zusammenhang als Paradox: Denn es ist zwar das am wenigsten offene Projekt, aber gleichzeitig ist es eines der erfolgreichsten Projekte in der Open-Source-Geschichte. „Android wäre nicht zu seiner jetzigen Allgegenwärtigkeit aufgestiegen, wenn es nicht Googles finanzielle Unterstützung und Googles berühmtes Entwickler-Team gehabt hätte“, urteilen die Autoren.

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