Open-Source-Software
Die Androiden kommen

Kostenlose Software sorgt für reichlich Bewegung im IT-Markt. Auch Googles Handy-Betriebssystem Android setzt auf das Open-Source-Konzept. Unternehmen können mit der Umstellung auf die offenen Programme richtig Geld sparen - sie müssen aber auch mehr Arbeit investieren.

DÜSSELDORF. Die Androiden kommen. Dahinter verbirgt sich keine Invasion aus dem All, sondern das neue Betriebssystem "Android" für Mobiltelefone, das der Suchmaschinenbetreiber Google gemeinsam mit mehr als 30 Partnern aus der IT-Branche vorgestellt hat. Erste Geräte mit der neuen Software soll es in der zweiten Jahreshälfte 2008 geben.

Das besondere an Android: Es soll ein Open-Source-Projekt werden - der Quelltext des Programms wird also frei zugänglich sein. "Der Hauptunterschied zu anderen Handy-Betriebssystemen ist, dass sich jeder die Software nehmen und sie so verändern kann, wie er will", so Google-Chef Eric Schmidt. An der "Open Handset Alliance" sind Handy-Hersteller wie Motorola, Samsung und LG beteiligt, aber auch Netzbetreiber wie T-Mobile, Telefonica und Sprint Nextel. Die neue Plattform ist ein direkter Konkurrent für die proprietären, also urheberrechtlich geschützten, Mobil-Betriebssysteme von Microsoft, Research in Motion, Palm und Symbian.

Software-Produkte, die ihr Innenleben preisgeben und kostenlos verteilt werden, haben in der IT-Branche eine lange Tradition. Und längst schon fristen sie kein Nischendasein mehr: Produkte wie das Betriebssystem Linux, der Webbrowser Firefox oder die Bürosoftware OpenOffice werden zunehmend in Unternehmen und von Privatanwendern eingesetzt.

Ihre Popularität hat verschiedene Gründe: IT-Profis können die Programme auf ihre Bedürfnisse zuschneiden, weil der Quellcode frei zugänglich ist. Normale Anwender freuen sich über die geringeren Kosten im Vergleich zu kommerziellen Software-Paketen. Und alle Nutzer profitieren von der guten Qualität der Programme.

"Die Qualität von Open-Source-Software ist vergleichbar mit der von geschützten Lösungen", sagt Stefan Stroh von der Beratungsgesellschaft Booz Allen Hamilton. "Teilweise ist sie sogar besser, weil sie nicht so hoch integriert ist und Programmierer darum weniger Kompromisse machen müssen." Nach Strohs Beobachtung können Firmen zwei unterschiedliche Ansätze verfolgen: Entweder sie kaufen die gesamte IT-Plattform von einem Lieferanten oder sie suchen sich die jeweils beste Software für einzelne Anwendungen heraus - beispielsweise Webbrowser, Betriebssystem, Office-Software oder Fileserver.

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