Open Source Software in Sicherheitshardware
Antispam-Chip

Open-Source-Software fasst nun auch in der Sicherheitstechnologie Fuß. Ein spezieller Anti-Spam-Prozessorchip basiert auf einer frei zugänglichen Software.

hiz DÜSSELDORF. In den Nodalcore Sicherheitsprozessoren von Sensory Networks werden die Anti-Spam Algorithmen des Open-Source Projektes Dspam integriert.

Sensory Networks, ein Unternehmen aus Palo Alto im Silicon Valley, entwickelt Technologien für Netzwerksicherheit. Kern der Entwicklungen ist ein auf Sicherheitsproblematiken spezialisierter Prozessor mit der Bezeichnung Nodalcore Security Processing Unit (SPU). Die Hardwareprodukte werden an OEM-Kunden geliefert, die sie in ihre Endprodukte einbauen. So werden, nach Angaben des Herstellers, die Bauelemente in einer Reihe von Produkten für Antivirus-, Antispam-, Content Filtering-, Firewall- und Intrusion Detection-Systeme eingesetzt.

Dspam ist ein Open Source Projekt, das sich mit der Filterung unerwünschter Mails beschäftigt. Die Ergebnisse der statistischen Untersuchungen und der daraus resultierenden Filtersoftware sind frei Verfügbar. Diese Software wird nun für die Sicherheitsprozessoren optimiert und in Hardware integriert. Die Hersteller versprechen sich davon eine höhere Leistungsfähigkeit im Kampf gegen Spam-Mail als bei reinen Softwarelösungen.

Die Anti-Spam-Lösung ist nach Angaben des Entwicklers Jonathan Zdziarski, ein skalierbarer, statistischer Antispam-Filter. Durch den Einsatz von "Bayesianischen Analysen" und anderen selbstlernenden Software-Technologien werden unerwünschte kommerzielle E-Mails gestoppt. Die Treffergenauigkeit wird, nach den Angaben, von den Dspam-Anwendern mit rund 99,95 Prozent gemeldet. Das bedeutet, dass sich bei 2000 Mails nur eine Fehlinterpretation einschleicht. Die Softwarelösung wird derzeit schon von Internetdienstanbietern, Universitäten und Unternehmen eingesetzt.

"Wir freuen uns, dass ein Open Source Projekt eine derart große Unterstützung im kommerziellen Bereich erfährt.", freut sich der Entwickler Jonathan Zdziarski. Seiner Ansicht nach wird es interessant zu beobachten sein, wie die Integration von Sicherheitslösungen direkt in der Hardware im Markt angenommen wird. Der neue Prozessor soll im ersten Quartal 2005 verfügbar sein.

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