Open XML
Microsoft plant offenen Standard

Der Softwareriese Microsoft wird freizügig. Das Dokumentenformat Open XML seines Büroprogrammpakets Office soll zu einem offenen Standard werden.

HB SEATTLE. Das Unternehmen reichte einen entsprechenden Vorschlag bei der European Computer Manufacturers Association (ECMA) in Genf ein. Microsoft reagiert damit wachsende Sorgen vor allem in den Behörden überall auf der Welt, dass Dokumente, die heute in einem der Microsoft-eigenen Formate abgespeichert werden, in einigen Jahren nur unter großen Schwierigkeiten oder gar nicht mehr zu öffnen sind.

Microsoft-Manager Alan Yates erklärte, das Unternehmen werde für das standardisierte XML-Format eine einfache und freie Lizenz anbieten, die von jedermann - auch möglichen Konkurrenten - genutzt werden könne, um Produkte zu entwickeln, die dieses Format dann nutzen. Die Nutzer könnten damit darauf vertrauen, dass nicht nur eine einzige Firma über die notwendigen Informationen zu diesem Format verfüge. Microsoft hofft auf eine Entscheidung in neun bis 18 Monaten.

Ähnlich ist auch die Firma Adobe vorgegangen, die PDF zu einem offenen Standard machte. Derartige Dokumente können inzwischen auch mit anderen Programmen erstellt werden.

Mit zu der Entscheidung von Microsoft, Open XML zu einem offenen Standard zu machen, dürften auch Beschlüsse wie die im Staat Massachusetts beigetragen haben. Dort wurde kürzlich entschieden, dass ab 1. Januar 2007 alle Dokumente in dem offenen Standard Open Document abgespeichert werden, der unter anderem von den Büroprogrammen OpenOffice und StarOffice unterstützt wird.

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