OpenOffice.org wird unabhängig
Freie Programmierer flüchten vor Oracle

Die Openoffice.org-Community hat die Document Foundation gegründet. Damit ändert sich die Organisationsstruktur von Openoffice.org erheblich - und löst sich nach der Sun-Übernahme von Oracle. Es ist das dritte Open-Source-Projekt, das sich seit der Übernahme von Oracle löst.
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BERLIN. Bisher war Oracle nach der Übernahme von Sun für die Entwicklung der freien Office-Suite verantwortlich. Die Community-Mitglieder von Openoffice.org wollen mit der Gründung der internationalen Document Foundation die Zukunft der freien Office-Software sicherstellen. Außerdem soll damit der Weg in die Unabhängigkeit eingeschlagen werden. Die Stiftung wird sich um die Entwicklung und Vermarktung von Openoffice.org kümmern.

Die Document Foundation hatte Oracle eingeladen, sich an der Stiftung zu beteiligen. Bislang hat Oracle aber offenbar nicht reagiert. Weil das Unternehmen die Rechte an der Marke Openoffice.org hat, kann sie nicht ohne weiteres von der Stiftung verwendet werden. Daher wird die Software zunächst unter dem Dach der Foundation unter dem neuen Namen LibreOffice weiterentwickelt. Wenn sich Oracle beteiligt, könnte auch die Marke Openoffice.org eingebracht werden, hofft die Stiftung.

An der Stiftung können sich Freiwillige und Unternehmen gleichermaßen beteiligen, um die Arbeit der Office-Suite zu unterstützen. Die Stiftung soll die Freiheit und Unabhängigkeit der Anwender stärken, sie wurde gemeinschaftlich von führenden Köpfen der Openoffice.org-Community ins Leben gerufen, darunter zahlreiche Projektleiter und Mitglieder des Community Councils. Anfangs wird sie von einem Steering Committee aus Entwicklern und internationalen Openoffice.org-Projektverantwortlichen geführt.

Google, Novell, Canonical und Red Hat sind dabei

Die Free Software Foundation, Google, Novell, Red Hat, Canonical, The Open Source Initiative, die Gnome Foundation, NeoOffice und Credativ begüßten die geplante Gründung und sagten Unterstützung zu. "Die Gründung der Document Foundation ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der weiteren Entwicklung der Open Source Office Suite", kommentiert Chris DiBona, der Open Source Program Manager bei Google. Er ergänzt: "Google ist stolz darauf, die Document Foundation zu unterstützen und sich an dem Projekt zu beteiligen."

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