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Oracle drängt weiter auf Peoplesoft-Kauf

Dr SAP-Konkurrent Oracle hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004/2005 Gewinn und Umsatz dank eines soliden Geschäfts mit Datenbanken kräftig erhöht.

dpa REDWOOD SHORES. Dr SAP-Konkurrent Oracle hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004/2005 Gewinn und Umsatz dank eines soliden Geschäfts mit Datenbanken kräftig erhöht.

Der US- Softwarekonzern drängt derzeit weiter auf den Kauf seines Konkurrenten Peoplesoft, nachdem ein US-Richter kürzlich grünes Licht für die Übernahme gegeben hatte. Die amerikanische Kartellbehörde hatte gegen eine Übernahme aus Wettbewerbsgründen geklagt. Oracle will Peoplesoft für 21 $ je Aktie oder rund 7,7 Mrd. $ (6,3 Mrd Euro) übernehmen. Peoplesoft-Chef Craig Conway hatte den feindlichen Übernahmeversuch immer wieder vehement zurück gewiesen.

„Es ist eine enorm wichtige Sache für Oracle, die Transaktion zu einem Ende zu bringen, sagte Oracle-Verwaltungsratsvorsitzender Jeffrey Henley nach US-Medienberichten vom Mittwoch. Nach dem jüngsten Urteil in den USA steht nun noch die Genehmigung der Brüsseler Wettbewerbshüter aus. Oracle versucht derzeit auch, eine so genannte Giftpille, eine Sperrklause von Peoplesoft, gerichtlich beseitigen zu lassen, die die Ausgabe von mehr Aktien im Fall einer Übernahme veranlassen und damit einen Kauf enorm verteuern würde.

Oracle ist im Geschäft mit Datenbanken weltweit die Nummer eins. Beim Verkauf von Unternehmenssoftware liegt das Unternehmen allerdings hinter dem Branchenführer SAP und Peoplesoft auf Platz drei. Oracle verdiente in dem am 31. August beendeten Dreimonatsabschnitt 509 Mill. $ (417 Mio Euro) oder 16 % mehr als im entsprechenden Vorjahresabschnitt. Der Gewinn pro Aktie legte auf zehn (Vorjahresvergleichszeit: acht) Cent zu. Damit hat Oracle die Wall-Street-Erwartungen um einen Cent je Aktie übertroffen.

Der Umsatz erhöhte sich nach Angaben des Unternehmens um sieben Prozent auf 2,2 Mrd. $. Der Softwareumsatz stieg um zwölf Prozent auf 1,7 Mrd. $. Neue Softwarelizenz-Verkäufe legten um sieben Prozent auf 563 Mill. $ und Softwarelizenz- Updates und Produktunterstützung um 14 % auf 1,2 Mrd. $ zu. Die operativen Gewinnmargen erhöhten sich auf 32 (30) Prozent.

Das Unternehmen erwartet für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn von 13 Cent je Aktie und einen Umsatzanstieg von drei bis sieben Prozent auf 2,58 Mrd. $ bis 2,67 Mrd. $, berichtete die US-Wirtschaftsagentur „Bloomberg“.

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