Outtasking der Arbeitsplatz-Rechner
Geldfresser verschwinden vom Schreibtisch

Unternehmens-Controller reiben sich oft die Augen angesichts der teuren PC-Arbeitsplätze. Auf rund 13 000 Euro veranschlagt der IT-Dienstleister Siemens Business Services die Gesamtkosten für ein Bündel aus Hard- und Software. Wohlgemerkt: Für einen Arbeitsplatz, kalkuliert auf einen Lebenszyklus von drei bis vier Jahren.

DÜSSELDORF. Bei der beachtlichen Summe spielen die Anschaffungskosten die kleinere Rolle. Was ins Geld geht, kommt später: Die Unterstützungsleistungen rund um die Desktops. Es beginnt bei der Installation, Bereitstellung und Konfiguration des PC-Arbeitsplatzes über die Einbindung ans Netz und die Verteilung der Software. Hinzu kommt im Laufe der Zeit das Update von Software, eventuell Hilfe per Hotline, gebenenfalls Reparaturen, Umzüge und schließlich die Entsorgung des Geräts.

Für Herbert Engelbrecht, Fachmann für Corporate Sourcing beim Beratungsunternehmen Ernst & Young ist die Frage der Tischrechner mehr noch als ein Kostenproblem: "Unternehmen verlieren langsam den Überblick darüber, welche Programme, Werkzeuge und Einstellungen auf den einzelnen PCs im Einsatz sind." Das wiederum gefährde die Stabilität, Produktivität und Sicherheit der PC-Arbeitsplätze. Engelbrecht rät vielen Firmen daher zur Alternative zum PC-Eigenbetrieb - dem so genannten Desktop-Outtasking. Bis zu 30 Prozent Einsparung seien so zu erzielen.



Desktop-Outtasking

Desktop-Outtasking bedeutet den Zukauf eines Komplettservices über den gesamten PC-Lebenszyklus. Dutzende von Dienstleistern, darunter Siemens Business Services, T-Systems, IBM Global Services, Hewlett-Packard, EDS und Steria, bieten diese Dienste an. Sie alle werben mit angeblich kräftigen Einsparungen gegenüber dem PC-Eigenbetrieb.

Helmut Binder, Geschäftsführer Marketing- und Produkt-Management bei T-Systems geht ins Detail: "Das Bedienen vieler Kunden zwingt die Dienstleister zur Koordination, Standardisierung und Automatisierung ihrer Unterstützungsprozesse." Deshalb könnten sie solche Leistungen effizienter als die anwendenden Unternehmen erbringen. Zumal Technologien zur Verfügung stünden, um die entfernten Firmen-PCs vom Supportzentrum aus kostensparend mit allen notwendigen Programmen, Werkzeugen, Einstellungen und Sicherheitsvorkehrungen zu bestücken. Den Software-Wildwuchs auf ihren Desktops könnten die Unternehmen so ebenfalls mit externer Hilfe nachhaltig stutzen.

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