Pädagogische didaktische Konzepte sollen stärker berücksichtigt werden
Bildungsforscher entwickeln freie Software für E-Learning

Open Source (freie) Software macht den großen Softwarekonzernen zunehmend Konkurrenz. Nicht nur Linux nimmt Microsoft im Bereich der Serveranwendungen zunehmend Marktanteile ab, auch für das E-Learning im Bildungsbereich sind solche Programme interessant.

hsn DÜSSELDORF. Es gibt zwar schon eine Vielzahl von Open Source Programmen für das Lernen am PC oder im Internet. „Doch die Qualität der Programme entspricht in vielen Fällen noch nicht den Anforderungen der Bildungsexperten“, sagt Joachim Dittrich, Forscher am Institut Technik und Bildung der Universität Bremen.

Vor kurzem trafen sich in Bremen Computer- und Bildungsexperten aus neun europäischen Staaten, um die Vor- und Nachteile von Software mit frei verfügbarem Programmcode für den Bildungsbereich zu diskutieren. Bereits beim Auftakt-Workshop des von der Europäischen Union geförderten Projekts „Special Interest Group on Open Source Software in Education in Europe“ (SIGOSSEE) wurde der Aufbau einer offenen Interessengemeinschaft zur Förderung von freier Software im Bildungsbereich beschlossen.

Ziel des Projekts ist es, über die Plattform „www.ossite.org“ im Internet Experten aus verschiedenen Ländern zusammen zu bringen, die mithelfen Lösungen für ein virtuelles Klassenzimmer im Web zu kreieren. „Dabei sollen stärker als bei heutigen E-Learning-Angeboten pädagogisch didaktische Grundlagen berücksichtigt werden“, erläutert der Forscher der Bremer Uni.

Der Vorteil der freien Software ist, dass viele Interessenten an dem Projekt beteiligt werden können. Alle arbeiten mit den gleichen Resourcen und können ihre Ergebnisse problemlos untereinander austauschen. Ist das Grundprogramm einmal fertig, können spezielle Ergänzungen und Veränderungen von den Anwendern oder beauftragten Softwareentwicklern vorgenommen und verknüpft werden. Interessenten können den Stand des Projekts über die Webseite verfolgen.

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