Parallels Desktop
Grenzgänger zwischen Mac und Windows

Windows oder Mac? Für eine wachsende Gruppe von Anwendern lautet die Antwort: Windows auf dem Mac. Möglich macht das die Virtualisierungssoftware Parallels Desktop, die in der jetzt vorgelegten Version fünf die Grenzen zwischen beiden Betriebssystemen vollends zum Verschwinden bringt.
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FRANKFURT/MAIN. Die Parallels-Software richtet ebenso wie das Konkurrenzprodukt VMWare eine „virtuelle Maschine“ ein, auf der Windows (oder auch Linux) eingerichtet wird. Mit Hilfe eines Assistenten verläuft dies reibungslos, fortgeschrittene Computerkenntnisse sind nicht erforderlich. Anschließend werden automatisch die Treiber für das virtuelle Windows installiert, diese „Parallels Tools“ passen das „Gast-Betriebssystem“ an die verfügbare Hardware an. Zuletzt sollte man noch an den Virenschutz denken, der Parallels Desktop bringt dafür gleich eine Einjahreslizenz der Kaspersky-Software mit.

Das aktuelle Windows sieben macht auch auf dem Mac eine gute Figur. Verglichen mit dem behäbigen Vorgänger Vista fühlt sich das schlankere Windows sieben in der virtuellen Maschine deutlich geschmeidiger an.

Wer den Parallels Desktop schon kennt, wird in der neuen Version zuerst bemerken, dass die Grafikleistung der virtuellen Maschine wesentlich verbessert wurde - laut Parallels um das Siebenfache. Windows erscheint nun im vollen Aero-Look, also mit transparenten Fensterrahmen und der 3D-Flip-Darstellung. Die Grafik unterstützt DirectX 9.0c mit dem Shader-Modell 3. Das verbessert die Anzeige erheblich, macht die virtuelle Maschine aber nicht zum Spiele-Computer.

Mit „Crystal“ die Windows-Oberfläche ausblenden

Zu den interessantesten Neuerungen gehört der Modus „Crystal“. Damit wird die Windows-Oberfläche völlig ausgeblendet. Die gestarteten Windows-Programme befinden sich direkt auf dem Mac-Desktop. „Mit dem Crystal-Modus machen wir die Windows-Anwendungen zu Mac-Anwendungen“, sagt Marketing-Manager Stefan Prestele im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP. „Damit sieht mein Windows so aus wie mein Mac.“

Verkleinert man ein Windows-Fenster, schnurrt es mit der typischen Mac-Animation zusammen und verschwindet im Dock, der zentralen Steuerungsleiste des Apple-Systems. Dort gibt es auch ein Verzeichnis mit allen Windows-Anwendungen, die direkt aus dem Dock heraus gestartet werden können. Ansonsten findet sich das Windows-Startmenü auch in der Mac-Menüleiste, es öffnet sich mit einem Rechtsklick auf das Parallels-Symbol. Die Umwandlung reicht so weit, dass man den Windows-Fenstern den Mac-Look verpassen kann: Statt des x-Icons rechts oben erscheint dann links oben der rote neben einem gelben und einem grünen Knopf.

Mit einem Links-Klick kann man den „Crystal“-Modus auch wieder verlassen. Die klassische Ansicht zeigt die virtuelle Maschine mit dem Windows-System in einem eigenen Fenster an.

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  • Guten Tag, ich kann nur jedem raten, es so zu tun. Seit ich ein Macbook pro mit Parallels betreibe, habe ich alle Vorteile in einem Gerät. Office für Mac, internet etc... unter OS/X und die ERP Software in einer VM unter Windows. ich fühle mich sicherer und alles läuft viel eleganter und schneller. Gruß MM

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