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Berlin will Killerspiele für PCs verbieten

Die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Maria Böhmer (CDU) hat das von der großen Koalition geplante Verbot von „Killerspielen“ am Computer verteidigt.

dpa BERLIN. Der Jugendschutz müsse mit der technischen Entwicklung Schritt halten und klare Grenzen aufzeigen, sagte Böhmer am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Die Botschaft dieser Spiele laute: „Zerstöre alles bis auf dich selbst“, sagte Böhmer. Das führe zur Einübung und Imitation von Gewalt. Außer Kampf würden keine anderen Konfliktlösungen aufgezeigt. Schnelligkeit und strategisches Denken, die in den Spielen ebenfalls gefragt seien, könne man auch mit anderen Inhalten trainieren.

Bei häufigem Konsum von Gewalt verherrlichenden Inhalten könne sich die Hemmschwelle verschieben, so dass Gewalt im Alltag schneller toleriert werde, warnte Böhmer. Eine weitere Gefahr sei die Entwicklung einer Sucht nach diesen Spielen. Man dürfe nicht warten, bis spektakuläre Einzelfälle von jugendlichen Amokläufern - wie 2002 in Erfurt - das Land erschütterten, sondern müsse vorbeugend handeln.

Die CDU-Politikerin räumte ein, dass Verbote in der Welt des Internets und des Computers weniger wirksam seien als beim Fernsehen, weil die Jugendlichen die Computerspiele untereinander austauschten. Deswegen sollten Kinder den richtigen Umgang mit Medien schon früh in Kindergärten und Schulen lernen.

Union und SPD hatten in ihrer Koalitionsvereinbarung eine nachhaltige Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen verabredet. Dabei soll das Verbot von „Killerspielen“ vorrangig behandelt werden.

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