Patch für gefährliche Schwachstelle
Microsoft schließt Lücke im Internet Explorer

Außerhalb des normalen Update-Zyklus hat Microsoft die eine Lücke im Internetexplorer gestopft, die als kritisch eingestuft ist. Allerdings ist die Installation des Updates mit Vorsicht zu genießen.

hiz DÜSSELDORF. Microsoft hat auf seinen Webseiten ein Patch für die I-Frame Lücke des Internet Explorers bereitgestellt. Durch diese Schwachstelle, "Internet Explorer Elements Flaw" genannt, war es möglich, mittels manipulierter Webseiten einen Pufferüberlauf zu erzeugen. Dadurch konnten ausführbare Programme auf die befallenen Rechner geschmuggelt werden. Der Wurm "MyDoom.AI" und die Viren "Bofra.A" und "Bofra.B" haben diese Lücke genutzt, um nach dem Befall der Maschinen Virenprogramme über das Internet nachzuladen.

Selbst von Microsoft wird diese Lücke, die Anfang November bekannt wurde, als kritisch eingestuft. Betroffen sind alle Windows-Rechner mit dem Internet Explorer 6. Auch Maschinen, die immer auf dem neusten Stand gehalten wurden aber das Service Pack 2 für Windows XP noch nicht installiert haben, sind vor Angriffen nicht gefeit. Da immer mehr Schädlinge diese Lücke ausnutzen, sah sich Microsoft zum Handeln gezwungen und stellt ab sofort eine Lösung für dieses Loch bereit - nur eine Woche vor dem nächsten offiziellen Patch-Day.

Auf der Homepage des Internet Storm Centers ist allerdings zu lesen, dass die Installation der Aktualisierung nicht immer erfolgreich ist. Anwender haben gemeldet, dass die die betroffenen Programmteile, die DLLs, bei der automatischen Aktualisierung nicht ausgetauscht wurden. Bei der manuellen Installation scheinen diese Fehler nicht aufzutreten. Im Microsoft Sicherheitsbulletin MS04-040 sind die betreffenden DLLs und ihre Versionsnummern beschrieben. Erfahrene Anwender können damit nach der Installation überprüfen, ob die Aktualisierung ihrer Maschinen erfolgreich war. Windows-XP-Nutzer, die das Service Pack 2 Installiert haben, bleiben von dieser Prozedur verschont, weil dort die Schwachstelle schon gestopft war.

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