Paypal, T-Pay und Co
Die Kassierer im Netz

An der Kasse kommt die Verwirrung: Im Internet gibt es zahlreiche Arten zu zahlen. Hier ein Überblick über aktuelle Bezahlsysteme.

usc FRANKFURT. Wer im Online-Shop des "Senfsalon" ein Gläschen indischen Curry-Senf bestellt, hat die Wahl zwischen drei Zahlungsarten: Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte. "Die Rechnung ist natürlich am beliebtesten", sagt Besitzerin Merit Schambach. Zwischen 80 und 90 Prozent meiner Kunden bezahlen auf diese Weise.

Der Kunde kennt diese Zahlungsweise, und er geht kein Risiko ein. Doch für den Händler ist sie aufwändig. Und teuer. Immer wieder steht Merit Schambach vor dem gleichen Problem: "Die Leute vergessen einfach zu bezahlen." Sie schickt dann eine Mail raus. Wenn die nicht hilft, eine Mahnung "mit einer kleinen Drohung", wie die Händlerin sagt. Und trotzdem: Manchmal bleibt sie auf den Kosten sitzen.

Zum Kauf materieller Güter ist die Bezahlung auf Rechnung noch von großer Bedeutung. Für Downloads werden dagegen immer häufiger elektronische Bezahlarten verwendet. Nach Einschätzung von Kay Leibold, Experte für Internet-Bezahlsysteme an der Universität Karlsruhe, sind sie allesamt "relativ sicher". Vorausgesetzt, der Kunde gibt seine persönlichen Daten nicht leichtfertig preis.

Kreditkarte: Sie ist für die Bezahlung digitaler Güter, die direkt heruntergeladen werden können, die Nummer Eins. Die Kreditkarte ermöglicht außerdem den problemlosen Einkauf im Ausland. Zur Erhöhung der Sicherheit bieten einige Händler neben der Verschlüsselungstechnik SSL oder SET die Kreditkatenzahlung mit Authentifizierung. Das Verfahren verbindet den Kartenbesitzer direkt mit seiner Bank, bei der er sich mit einem Passwort ausweist. Der Nachteil für die Händler: Die Kosten sind hoch. Lastschrift Für den Kunden äußerst sicher, da er die Bezahlung bis zu sechs Wochen später rückgängig machen kann. Praktisch für den Händler: Er stößt den Zahlungsvorgang selbst an. Allerdings erfordert das Lastschriftverfahren eigentlich eine handschriftliche Unterschrift, die über das Internet nicht gegeben werden kann. Das birgt Rechtsunsicherheit für den Händler.

Paypal: Die Plattform tritt als Vermittler zwischen den Parteien auf und stellt ihnen verschiedene Konten zur Verfügung, über die sie Geld versenden oder empfangen können. Der Kunde kann den Rechnungsbetrag gegenüber Paypal entweder überweisen oder ihn vom Girokonto oder der Kreditkarte abbuchen lassen. Paypal ist inzwischen weit verbreitet, da das Internet-Auktionshaus Ebay das System nutzt.

Firstgate, T-Pay, Web-Cent: Bei diesen drei so genannten Billingsystemen summieren sich die entstandenen Beträge beim Einkauf im Internet über einen zuvor definierten Zeitraum. Diese können dann über verschiedene Wege beglichen werden. Zur Auswahl steht die Abbuchung über die Telefonrechnung, der Einzug über das Lastschriftverfahren oder Belastung per Kreditkarte. Bei diesen Bezahlverfahren entstehen kaum Kosten. Geldkarte Zum Bezahlen mit Geldkarte im Internet ist ein eigenes Lesegerät nötig. Deshalb ist sie bislang wenig verbreitet. Doch das dürfte sich bald ändern. Mit einem Altersmerkmal versehen, ist sie besonders für Erwachseneninhalte wie Erotik-Seiten als Bezahlvariante interessant.

Online-Überweisung: Bei dieser Art der Überweisung baut der Händler direkt die Bankverbindung für den Kunden auf. Der Kunde gibt Pin und Tan ein wie beim Homebanking.

Quelle: news Frankfurt

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