PC-Bauer und Mobilfunker rücken zusammen
Das Handy im Notebook

Die Verbindung zwischen PC-Branche und Mobilfunkern wird eines der wichtigsten Themen der weltgrößten IT-Messe Cebit sein. Darin sind sich die Experten einig.

HB MÜNCHEN. "Erstmals tun sich Computerhersteller und Telekommunikationsanbieter zusammen und schnüren Pakete für die Nutzer", sagt Joseph Reger, Technikvorstand des PC-Produzenten Fujitsu Siemens Computers (FSC). Die Cebit beginnt am Donnerstag.

Bislang gab es kaum Berührungspunkte zwischen den beiden Branchen. Doch jetzt ergeben sich ganz neue Geschäftsmodelle. Denn zum ersten Mal werden Rechner mit Mobilfunk-Verträgen verkauft. FSC-Vorstand Reger ist überzeugt, dass sich das für beide Seiten lohnt: "Wir können Geräte anbieten, mit denen unsere Kunden sofort nach dem Kauf drahtlos ins Internet kommen. Und für die Mobilfunker ist es ein zusätzliches Geschäft neben den Handys."

Grundlage für die frisch geknüpften Bande zwischen den zwei Industrien ist der moderne Mobilfunkstandard UMTS. Fast alle Computerbauer stellen auf der Cebit Notebooks mit eingebauten UMTS-Karten vor. Das heißt: Das Handy steckt praktisch fest eingebaut im Laptop. Die Rechner ermöglichen so nicht nur den drahtlosen und schnellen Zugang ins Internet. Viele Modelle suchen sich auch automatisch die günstigste Verbindung, seien es lokale Netze oder Mobilfunknetze.

Stephan Wippermann, Deutschland-Geschäftsführer des Computerherstellers Hewlett-Packard, sieht damit vor allem Wachstumschancen bei Geschäftskunden: "Das interessiert die Firmen." Viele Unternehmen seien gerade dabei, von stationären PCs auf Notebooks umzustellen. Der schnelle und mobile Zugang ins Internet gebe diesem Trend zusätzlichen Schub, sagt Wippermann.

Mit den neuen Geräten können die Benutzer ortsunabhängig ins Internet oder Intranet. Damit ist es beispielsweise möglich, E-Mails abzurufen oder Anwendungen direkt von den Großrechnern der Unternehmen aus zu starten.

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