PC-Betriebssystem Windows Vista
Microsoft steckt den PC in neue Kleider

Der Softwareriese Microsoft präsentiert auf der Cebit seine neue Betriebssystem-Version nun auch der breiten Öffentlichkeit. Windows Vista soll bei der Arbeit am PC mehr Klarheit schaffen, versprechen die Entwickler, und auch der "Origami"-PC soll schon bald mit dem XP-Nachfolger laufen.

HB HANNOVER. Kühle Eleganz, klare Schnitte und neckische Accessoires - das sind die Kennzeichen der neuen Windows-Kollektion, die Microsoft auf der Cebit in Hannover zeigt. Auf dem Microsoft-Stand ist Windows Vista schon in einer vorläufigen Version im Einsatz, bis Ende des Jahres soll der Nachfolger von Windows XP fertig sein.

Auch der am Donnerstag als Weltneuheit vorgestellte "Ultra-Mobile PC" (UMPC) soll künftig mit Windows Vista laufen. Der kleine Computer im Taschenbuchformat, entwickelt unter dem Code-Namen "Origami", ist mit weniger als 900 Gramm leichter als ein Notebook und wird mit einem Stift oder dem Finger auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm bedient.

Vista folgt aktuellen Modetrends

Bei Windows Vista fällt zuerst die Gestaltung der PC-Oberfläche auf. Zu den aktuellen Modetrends, auch schon umgesetzt beim Apple-Betriebssystem Mac OS X, gehören transparente Fensterrahmen. "Die Nutzer sollen ein Gefühl dafür haben, was sich im Hintergrund befindet", erklärt dazu der Windows-Experte von Microsoft, Frank Fischer.

Zu den eigenen Akzenten der Modemacher von Microsoft gehört die verblüffende Fähigkeit von Windows Vista, alle offenen Bildschirmfenster dreidimensional übereinander zu stapeln. Mit der Pfeiltaste oder der Maus kann man sich durch diesen 3D-Stapel blättern, um ein bestimmtes Fenster nach vorn zu bringen.

Gründlich überarbeitet wurde der Explorer, also der Datei-Manager von Windows. Dessen Fenster zeigt am unteren Rand eine Vielzahl von Informationen zu einer Datei an. Dazu gehört bei Dokumenten ein verkleinertes Abbild der ersten Seite, bei Word-Dateien auch die Anzahl der Wörter und Seiten. Außerdem werden hier die Schlüsselwörter angezeigt, die zu jeder Datei frei vergeben werden können. Alle Dateien mit einem bestimmten Schlüsselwort können in einem "virtuellen Ordner" zusammengefasst werden, mit Verknüpfungen zum tatsächlichen Speicherort.

Der besseren Übersicht dient ein aufgeräumtes Start-Menü. Mit der Beschränkung auf zwei Spalten ziehen die Entwickler die Konsequenz aus der Tatsache, dass die meisten Windows-Nutzer darauf verzichtet haben, die Einträge von neu installierten Programmen in Ordnern zusammenzufassen. Die Folge waren vier, fünf und mehr Spalten, die sich immer weiter nach rechts aufklappen ließen. Jetzt gibt es direkt über dem Start-Button ein Suchfeld, in dem man den Namen des gewünschten Programms eintippt. Außerdem kann man hier auch nach Dateien und nach Informationen im Internet suchen.

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