PC-Hersteller Dell läuft auf Hochtouren

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PC-Hersteller Dell läuft auf Hochtouren

Der weltgrößte PC-Hersteller Dell hat im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr sein rasantes Wachstum fortgesetzt. Das Unternehmen erzielte einen Jahresumsatz von 49,2 Mrd. Dollar (38,2 Mrd Euro), ein Plus von 19 Prozent.

dpa ROUND ROCK. Der weltgrößte PC-Hersteller Dell hat im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr sein rasantes Wachstum fortgesetzt. Das Unternehmen erzielte einen Jahresumsatz von 49,2 Mrd. Dollar (38,2 Mrd Euro), ein Plus von 19 Prozent.

Der Gewinn erhöhte sich im Geschäftsjahr 2004/2 005 (28. Januar) um 15 Prozent auf drei Mrd. Dollar oder 1,18 Dollar je Aktie. Das teilte die Dell Inc. am Donnerstag nach Börsenschluss mit.

Dell mit Sitz in Round Rock (Bundesstaat Texas) legte nicht nur bei Desktops und Notebooks stark zu, sondern auch bei Servern, Druckern, Speichergeräten und Dienstleistungen.

Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwartet Dell einen Gewinn von 37 Cent je Aktie (plus 32 Prozent). Der Umsatz soll um 16 Prozent auf 13,4 Mrd. Dollar steigen.

In Europa war Dell mit einem Umsatzplus von 22 Prozent im vierten Quartal besonders erfolgreich. „Beim Wachstum liegen wir ganz vorn“, sagte Dell-Europa-Chef Paul Bell am Freitag der dpa. Dies sei allerdings auch auf den starken Euro zurückzuführen.

Der Dell-Hauptkonkurrent Hewlett-Packard (HP) hat sich gerade von seiner Unternehmenschefin Carly Fiorina getrennt, weil der Verwaltungsrat mit den Gewinnen im PC-Geschäft unzufrieden war. Dell liegt im Wettrennen mit HP um die globale Führung im PC-Markt inzwischen wieder vorn. Die PC-Riesen hatten sich seit der Compaq- Übernahme durch HP im Jahr 2002 ständig die Spitzenposition streitig gemacht.

IBM zieht sich aus dem PC-Geschäft zurück und verkauft die Sparte an den chinesischen PC-Anbieter Lenovo. Dell könnte nach Ansicht von Branchenkennern von dem Führungswechsel bei HP und von dem PC-Rückzug von IBM profitieren.

Mit Blick auf die Konkurrenten sagte Europa-Chef Bell: „Es gibt es hier mal eine Fusion, da mal eine Ausgliederung, aber das hat sich für sie nicht in irgendwelchen Durchbrüchen niedergeschlagen“. Während Dell hochprofitabel sei, versuchten die Wettbewerber, im PC- Geschäft die Gewinnschwelle zu erreichen. Der Manager sieht für Dell „auf Jahre hinaus weiteres gesundes Wachstum voraus“, da man in neuen Geschäftsbereichen wie den IT-Dienstleistungen noch großes Potenzial habe. In das Stammgeschäft von HP, den Druckerbereich, ist Dell inzwischen auch eingestiegen.

Bei Dell Deutschland wurde der bisherige Chef Mathias Schädel, der das Unternehmen verließ, in der vergangenen Woche von Alain Bandle abgelöst. Eine Änderung der Strategie sei damit nicht verbunden. In Deutschland verzeichnet das Unternehmen ebenfalls hohe Wachstumsraten, hat aber einen deutlich geringen Marktanteil als anderswo.

Dell erzielte 67 (Vorjahr: 69) Prozent seines Umsatzes in Nord- und Südamerika, 22 (21) Prozent ein Europa und elf (10) Prozent im asiatisch-pazifischen Raum. Das Unternehmen verbuchte im vergangenen Jahr 50 (51) Prozent des Umsatzes mit Desktops, 29 (27) Prozent mit Notebooks und 21 (22) Prozent mit anderen Produkten.

Im Schlussquartal gab es einen Gewinnrückgang um elf Prozent auf 667 Mill. Dollar. Der Grund dafür ist eine Steuerbelastung in Höhe von 280 Mill. Dollar für die geplante Rückführung von Dell- Auslandsgewinnen. US-Unternehmen dürfen im Rahmen eines zeitlich befristeten US-Stellenbeschaffungsgesetzes in diesem Jahr zu einem extrem niedrigen Steuersatz kumulierte Auslandsgewinn nach Hause transferieren.

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