PC soll nützlicher Assistent werden
Metamorphose des Computers

Die Forscher des Interactive Systems Labs des Informatik-Lehrstuhls der Universität Karlsruhe und das Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung (IITB) Karlsruhe haben ein neues Projekt gestartet.

hiz DÜSSELDORF. Untersucht werden soll, wie aus einem PC ein intelligenter und sensibler Assistent des Menschen werden kann, der ihm bei seinen Arbeiten behilflich ist und sich im Hintergrund den Anforderungen und Bedürfnissen seines Benutzers anzupassen vermag.

In dem sehr visionären Projekt „CHIL – Computers in the Human Interaction Loop“ – wollen 15 Forschungspartner aus neun Ländern gemeinsam eine neue Ebene der Mensch-Maschine-Schnittstelle sowie neue Dienstleistungen entwickeln und die damit zusammenhängenden sozialen und ethischen Fragen beantworten.

Heute ist das „Werkzeug“ Computer der eigentliche Chef am Arbeitsplatz. Tastatur, Maus, Bildschirm, Betriebssystem und Anwendungsprogramm bestimmen die Arbeitsweise des Menschen. Eigentlich sollte es aber umgekehrt sein: Der Mensch definiert seine Aufgaben sowie Arbeitsweisen und der Rechner assistiert. So ist es Ziel der Wissenschaftler, dass der Computer die Kommunikationswerkzeuge des Menschen erlernt und sich zu einem "Persönlichen Assistenten" entwickelt. Neben sehen, hören, schreiben und lesen soll der Computer auch lernen können. Er soll letztlich Gesten oder sogar Gefühle erkennen können.

Ansatzweise sind schon ähnliche Softwarelösungen entwickelt worden, sie stecken allerdings meist noch in den Kinderschuhen. Seit fast dreißig Jahren wird zum Beispiel an einer funktionierenden Spracherkennung gearbeitet. So ist es nicht verwunderlich, dass ein es ein Ziel der Forscher ist, eine intelligente Spracherkennungssoftware zu erarbeiten, die automatisch Sitzungen protokolliert und darüber hinaus in der Lage ist, Kernaussagen und Zusammenhänge zu erkennen, eine Gliederung zu erstellen und Inhalte zu komprimieren.

Meetings und Konferenzen sollen zukünftig "Connector Agenten" organisieren. Sie spüren die gewünschten Teilnehmer in den verschiedenen Netzen auf, stellen eine Verbindung her und vereinbaren gleich einen Termin. Die "Connector Agenten" sind kleine, selbständig im Netz agierende Softwareprogramme, die sich im Laufe der Zeit an die Gepflogenheiten ihre menschlichen Besitzer anpassen sollen.

Der Kampf gegen das Vergessen soll ebenfalls mittels Software gewonnen werden. Ein Software Agent, genannt "Memory Jog", soll nach den Vorstellungen der Wissenschaftler dank Bild- und Spracherkennung den Menschen erkennen und mit bestimmten Informationen wie Name, Titel und Funktion verknüpfen. Die Lernfähigkeit des Programms soll die Treffsicherheit der Recherchen kontinuierlich verbessern.

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