Personal Digital Assistant (PDA)
Im Bett mit dem Blackberry

Wenn Drazen Nikolic, Partner bei der Unternehmensberatung Accenture, bei einer Dienstreise auf einen Rückruf wartet, muss er nicht mehr Männchen auf Schmierpapier kritzeln oder in die Luft starren. Stattdessen nutzt der Telematikexperte die Wartezeit, um drei oder vier E-Mails zu schreiben. "Eine völlig neue Art zu arbeiten habe ich mir angewöhnt", erzählt Nikolic. Zu verdanken hat er dies einem kleinen, schwarzen Handcomputer - dem Blackberry.

Gerade Berater, die ständig auf Achse sind, nutzen den Personal Digital Assistant (PDA), um auch dann produktiv zu sein, wenn bislang die Umstände nur Leerlauf zuließen. "So ein Gerät ist ideal fürs Taxi oder die Flughafenlounge", meint Stefan Eikelmann, Partner bei der Managementberatung Booz Allen Hamilton in Düsseldorf. "Früher las ich Zeitung. Heute arbeite ich den E-Mail-Berg ab, der sonst im Büro auf mich warten würde."

PDAs - kleine Handgeräte, mit denen man zum Beispiel E-Mails lesen, Adressen oder Kalendereinträge verwalten kann - gibt es seit einigen Jahren. Doch besonders der Blackberry, die Brombeere, liegt derzeit bei PDA-Käufern im Trend. Den Marktforschern von Gartner zufolge steigerte der Hersteller Research In Motion (RIM) die Zahl der ausgelieferten Geräte allein in diesem Jahr um 52,6 Prozent auf 862 000. Das heißt: Jeder vierte PDA ist ein Blackberry.

Der Hauptgrund: RIM hat es geschafft, ein Gerät zu entwickeln, das keine großen Kosten für die Datenübertragung verursacht, obwohl es ständig online ist. Und das ist bei Geschäftsreisen mit dicht gedrängten Terminen ein entscheidender Vorteil. Beratern bleibt oft gerade mal die Kaffeepause, um nach den Mails zu sehen. Mit dem Blackberry ist das möglich - mit dem Laptop nicht. Schließlich dauert es in der Regel einige Minuten, um mobile Computer hochzufahren - abgesehen davon, dass sie viel unhandlicher sind. Wer dennoch ständig die eigenen Mails abfragen kann, genießt nicht nur das gute Gefühl, nichts Wichtiges zu verpassen. Auch wenn ein Geschäftspartner buchstäblich in letzter Minute absagt, kann man sich gleich neuen Aufgaben zuwenden. Auch die Möglichkeit, blitzschnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können, macht den Handcomputer - er wiegt etwa so viel wie eine Tafel Schokolade - für Berater attraktiv. "Vieles kann einfach nicht warten, bis ich abends im Hotel bin", meint Nikolic. "Besonders beim Erstellen von Angeboten ist Geschwindigkeit wichtig."

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