Phishing-Attacke
Ebay-Nutzer in Gefahr

Das weltgrößte Internet-Auktionshaus ist nicht nur für brave Bürger interessant, auch Kriminelle sehen großes Potenzial darin. So wurde Ebay Mitte Juli erneut Opfer einer Phishing-Attacke. Mit täuschend echt gestalteten Nachrichten versuchen Betrüger vertrauliche Informationen von Nutzern der Online-Plattform auszuspionieren.

leo DÜSSELDORF. Die angeblich von Ebay stammende Mail fordert auf, über einen Link seine Kontodaten bei dem Auktionshaus zu aktualisieren. Dazu werden Daten wie Nutzername und Passwort abgefragt. Dies sollte man aber auf keinen Fall ermöglichen, denn die elektronische Botschaft hat nur ein Ziel: Das „Password fishing" – kurz „Phishing“.

Einmal im Besitz der Anmeldeinformationen können die Phisher Waren über die gestohlenen Nutzerprofile versteigern. Greift ein gutgläubiger Kunde dann zu, hat er Pech, denn das Angebot wird nach der Bezahlung bestimmt nicht ausgeliefert. Den Ärger darüber bekommt der Ebay-Nutzer zu spüren, dessen Nutzerdaten für die Auktion missbraucht wurden. Auf ihn wird der Betrug zunächst zurückgeführt.

Ebay-Sprecherin Maike Fuest warnt allerdings vor übertriebener Panik: „Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein Nutzer, dessen Ebay-Konto missbraucht wurde, auch haftbar für den Schaden gemacht wurde.“ Der geschädigte Käufer auf der anderen Seite solle auf jeden Fall Anzeige erstatten. Zudem gelte bis zu einer Summe von 200 Euro der Ebay-Käuferschutz als Kulanzleistung. Bis zu dieser Summe habe der um die Ware geprellte Internet-Shopper nur 25 Euro Eigenanteil zu tragen, den Rest gleiche Ebay aus. Bei Nutzung des Bezahldienstes Paypal liege der Käuferschutz sogar bei 500 Euro, betont die Unternehmenssprecherin.

"Bei höheren Summen ist es generell empfehlenswert, sich zusätzlich abzusichern", rät Maike Fuest weiter. So könne man die Ware ohne Vorkasse persönlich abholen sowie das Ebay-Treuhandkonto oder eine andere sichere Zahlungsmethode nutzen.

Konkrete Zahlen, wie viele Nutzer bislang von Phishing-Angriffen bedroht wurden, nannte sie nicht. In vielen Fällen würde das Auktionshaus betrügerische Aktivitäten jedoch noch vor dem Nutzer bemerken. „Wir haben umfangreiche Schutzmechanismen installiert, um den Missbrach von Konten zu unterbinden“, erklärt die für Sicherheitsfragen zuständige Sprecherin der deutschen Ebay-Tochter.

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