Phishing ohne Vorkenntnisse möglich
Hacker-Tool gibt es gratis

Sicherheitsexperten schlagen Alarm: Aus dem Internet kann man Werkzeuge für Phishing-Attacken kostenlos herunterladen. Dadurch dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Attacken auf Online-Banking-Kunden weiter zunehmen.

hiz DÜSSELDOEF. Die Experten von Sophos warnen vor sogenannten Phishing-Kits, die im Internet zum kostenlosen Download bereit stehen. Mit diesen Softwarepaketen kann theoretisch jeder eine eigene Phishing-Attacke starten und Online-Bankkunden um ihr Geld auf dem Konto betrügen.

Phishing ist die Bezeichnung für die Aktivitäten krimineller Hacker. Durch Tricks erschleichen sie sich von arglosen Anwendern Kontodaten und geheime Zugangscodes.

Die von den Experten entdeckten "Do-it-yourself-Kits" bestehen aus Grafiken, Web-Code und Text. Mit diesen Daten ist der potentielle Fälscher hinreichend ausgerüstet, um gefälschte Webseiten zu kreieren, die genauso aussehen wie die vertraute Webseite der eigenen Bank. Die Kits beinhalten zusätzlich Spam-Software, mit der potenzielle Betrüger hunderttausende von Phishing-Emails verschicken können, um mögliche Opfer zu ködern. Dadurch, dass die entsprechenden Werkzeuge jetzt über das Internet frei verfügbar sind, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Phishing-Attacken noch stärker zunehmen werden.

„Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Phishing-Attacken fast nur von organisierten kriminellen Banden durchgeführt. Mit der frei verfügbaren Software kann nun fast jeder die Online-Seiten von Banken fälschen und die ahnungslosen Kunden dazu bringen, sensible Daten wie Passwörter, PIN-Nummern und andere Kontoinformationen preiszugeben“, erklärt Pino von Kienlin, Managing Director bei Sophos.

Die Experten warnen wiederholt, dass Computernutzer bei E-Mails vorsichtig sein sollten, in denen nach einer Bestätigung von vertraulichen Kontoinformationen gefragt wird. „Verdächtige E-Mails, die vorgeben, von der eigenen Bank zu sein, sollten einfach gelöscht werden. Auf Links in der E-Mail sollte man natürlich auch nicht klicken“, ermahnt Pino von Kienlin.

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