„Photokina“ in Köln
Digitale Spiegelreflexkameras und Drucker im Fokus

Immer schneller, immer genauer, immer vielseitiger: Die seit Jahren boomenden Kompaktkameras sowie digitale Spiegelreflexkameras und das Ausdrucken der Bilder stehen bei der diesjährigen Leitmesse "Photokina" in Köln im Fokus.

dpa KÖLN. "Digitale Spiegelreflex-Fotografie hat sich vom Luxuswerkzeug für Profis fast zum Volkssport entwickelt", sagt Rainer Schmidt, der Geschäftsführer des Photoindustrie-Verbandes, vor dem Start der weltweit größten Schau für die Foto- und Zubehör-Branche vom 26. September bis zum 1. Oktober.

Beim Verkauf der herkömmlichen digitalen Sucher-Kameras rechnet der Verband in diesem Jahr trotz weiter starken Interesses erstmals mit leichten Absatz-Rückgängen. "Der Absatz geht zurück von einem sehr hohen Niveau. Wir haben erwartet, dass er nicht weiter zu steigern ist", sagt Schmidt. Der Verband geht davon aus, dass 2006 in Deutschland rund sieben Mill. Digitalkameras verkauft werden, sechs Prozent weniger als 2005 (7,43 Millionen). Rund 47 Prozent der deutschen Haushalte besitzen den Angaben zufolge bereits eine solche Kamera. Dagegen werde der Absatz qualitativ hochwertigerer und damit teurerer digitaler Spiegelreflexkameras vermutlich um rund 67 Prozent auf 550 000 Stück in diesem Jahr steigen.

Mehr und neue Anbieter wie zum Beispiel Panasonic, Samsung und Sony werben nach Angaben der koelnmesse auf der "Photokina" im Bereich der digitalen Spiegelreflexkameras um die Kunden, zum Teil in Kooperation mit Optik- und Elektronik-Spezialisten. Auflösungen von bis zu zehn Megapixeln ermöglichen extrascharfe Bilder. Bei rund 800 Euro liegt der Einstiegspreis im Amateurbereich. Angeboten werden aber auch deutlich luxuriösere und teurere Modelle - von bis zu mehreren tausend Euro.

Die diesjährige Messe werde erstmals keine auffälligen Innovationen bei Analoggeräten präsentieren. Doch analoge Kameras würden "besonders in der professionellen Fotografie immer Bestand haben", so Schmidt.

Bei Fotodruckern wird ein Absatzplus von rund 28 Prozent erwartet. "Printing wird sich die nächsten Jahre stark entwickeln", sagt der Verbandsvorsitzende Harald Horn. Derzeit sei das Verhältnis von geknipsten und ausgedruckten Fotos 5:1. Insgesamt sei die Branche "in einer positiven Entwicklung". Weltweit seien noch nie so viele Bilder "geschossen" worden wie in den letzten Jahren. In Deutschland rechnet der Verband für 2006 insgesamt mit einem Umsatzplus in der Fotobranche von 1 Prozent auf rund 6,16 Mrd. Euro.

Rund 1 600 Aussteller aus 45 Ländern sowie rund 160 000 Besucher aus 140 Ländern werden nach Angaben der koelnmesse ab Dienstag in den Ausstellungshallen erwartet. Die Zahl der Anbieter sei im Vergleich zu 2004 nicht gestiegen, aber die Ausstellungsfläche um 17 Prozent auf 230 000 Quadratmeter gewachsen. Die Auslandsbeteiligung - darunter Neuanbieter aus Bangladesh, Brasilien, Indonesien, Lettland, Malaysia, den Philippinen und Syrien - erreiche 65 Prozent. "Die Photokina ist nicht nur eine Messe für Geschäftsabschlüsse, sie ist auch Trendsetter und kultureller Treff der Branche", sagt koelnmesse-Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt.

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