Pilotprojekt
Bahn bietet schnelles Internet

Die Deutsche Bahn will ihre Fernzüge zu fahrenden Büros aufrüsten: Kunden sollen künftig mit ihren Laptops einen schnellen Zugang ins Internet erhalten. Bahn-Boss Hartmut Mehdorn und T-Mobile-Chef René Obermann haben am Dienstag die 117 Kolometer lange Teststrecke zwischen Köln und Dortmund eingeweiht.

DÜSSELDORF. Dort fahren ab sofort sieben der schnellen ICE-3-Züge, die mit so genannten Hotspots der Telekom-Tochter T-Mobile ausgestattet sind. Zu erkennen sind die Züge des Projekts "Railnet" an dem Hotspot-Logo der Bonner Mobilfunker.

Die Züge bündeln per Dachantenne verschiedene Kanäle der schnellen Mobilfunkverbindung UMTS und führen sie in jedem Waggon zu einem Anschluss, dem Hotspot, zusammen. Von dort erfolgt die Funkübertragung per WLan zum Laptop. Das Ergebnis dieser Bündelung: Der Nutzer kann etwa vier mal schneller im Netz surfen, seine E-Mails lesen oder auf das firmeneigene Intranet zugreifen als mit einer herkömmlichen UMTS-Datenkarte. Die erreichte Geschwindigkeit von 1,5 Megabit pro Sekunde entspricht der Leistung einer DSL-Verbindung. "Die Übertragung via Hotspot ist besser als der direkte UMTS-Empfang per Handy oder Laptop im Zug, weil der durch die Fensterscheiben beeinträchtigt wird", erklärte ein T-Mobile-Sprecher.

Der Internetzugang ist im gesamten Zug möglich. Die Laptops müssen im ICE 3 nicht über Akku betrieben werden. Steckdosen an den Sitzplätzen versorgen die mobilen Rechner sowohl in der ersten als auch zweiten Klasse mit Energie.

Das Internetangebot ist während des Pilotprojekts, das bis Ende März läuft, kostenlos. Später wird nach den T-Mobile-Tarifen für die WLan-Nutzung abgerechnet. Sie liegen derzeit für Gelegenheitsnutzer bei zwei Euro für eine viertel Stunde. Stößt der Pilotversuch auf reges Kundeninteresse, wollen Bahn und T-Mobile weitere Strecken nachrüsten.

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