Playstation Portable: Prügelprinz für unterwegs

Playstation Portable
Prügelprinz für unterwegs

Der Trend zu mobilen Spielen macht auch vor Klassikern nicht Halt. Der Prince of Persia, seit 1989 im Kampf gegen den bösen Wesir und unterwegs zur schönen Prinzessin, ist jetzt auf der Playstation Portable (PSP) eingetroffen. Nun kann man auch im Wartezimmer beim Zahnarzt den Degen schwingen.

HB FRANKFURT. Der Prinz ist inzwischen aber kein zartes Jüngelchen mehr, sondern ein kräftiger Recke im ledernen Wams. Auch die Gegner haben sich seit der Ära der frühen DOS-Spiele verändert - statt traditioneller Palastwachen stellen sich Monster oder spärlich bekleidete Frauen dem Prinzen in den Weg. Der Kampf gegen die "Frau in Schwarz" auf einem Schiffsdeck ist die erste große Hürde, die es in dem Spiel zu nehmen gilt. Das Action-Adventure nimmt nur dann seinen Lauf, wenn man die Tasten für Abwehr und Angriff geschickt zu kombinieren versteht. Alle Knöpfe der PSP haben dabei ihre bestimmte Funktion. Über die linke Taste am oberen Rand wird die Kameraperspektive auf die 3D-Landschaften verändert.

Die Geschichte von "Prince of Persia - Revelations" folgt der letzten Episode "Warrior Within". Nach den ersten Leveln auf einem sturmumtosten Segelschiff gelangt der Prinz auf die "Insel der Zeit", wo er nicht nur erneut auf die "Frau in Schwarz", sondern auch auf eine hilfreiche "Frau in Rot" trifft. Dabei springt er zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, was den Ablauf der Geschichte mitunter etwas verwirrend macht.

Neben den Kämpfen sind es auch in dieser Prinzenepisode wieder die gefährlichen Wege, die den Reiz des Spiels ausmachen. Mit Messern bestückte, rotierende Stangen, aus dem Boden auftauchende Spieße oder ein brüchiger Untergrund machen dem Helden das Leben schwer. Um den richtigen Weg aus dem Palastlabyrinth zu finden, muss der Prinz auf schmalen Balken balancieren, sich an Seilen durch die Luft schwingen oder sich an Mauern hinunterhangeln.

Die Grafik des PSP-Spiels macht einen überzeugenden Eindruck. Der Prinz läuft meistens durch geheimnisvoll dunkle Landschaften, die von Feuer oder leuchtendem Wasser erhellt werden. In die Spielszenen sind immer wieder Videosequenzen eingebettet, die beim ersten Mal spannend anzuschauen sind. Wenn man ein Level nach dem vorzeitigen Tod des Helden wiederholen muss, kann man die Filmszenen aber auch abbrechen. Die heftigen Kämpfe werden von markiger Rockmusik begleitet, die man am besten über Kopfhörer hört.

Das aufwendige Spieldesign fordert alles von dem mit maximal 333 Megahertz getakteten PSP-Prozessor. Bemerkbar macht sich das in der langen Ladezeit und gelegentlichen Rucklern im Spielablauf. Auch die gesprochenen Kommentare passen nicht immer zur jeweiligen Szene, weil sie zum Teil zeitlich versetzt abgespielt werden.

Erfahrene Spieler meistern den PSP-Prinzen in etwa 15 Stunden. Neulinge brauchen erheblich länger, da es auch in der Schwierigkeitseinstellung "leicht" immer wieder hartnäckige Probleme zu überwinden gibt. Wenn man mitten im Kampfgetümmel von der Sprechstundenhilfe in die Wirklichkeit zurückgeholt wird, kann man die PSP einfach abschalten und das Spiel bei nächster Gelegenheit fortsetzen.

Erschienen ist "Prince of Persia - Revelations" bei Ubisoft zum Preis von rund 50 Euro. Die freiwillige Selbstkontrolle der Videospielbranche (USK) hat eine Altersempfehlung ab 16 Jahren festgelegt. Etwa zeitgleich mit der PSP-Version erscheint jetzt auch eine neue Folge des PC-Spiels mit dem Titel "Prince of Persia - The Two Thrones".

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