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Polen warnt vor Gefahren für Kinder im Netz

Polnische Kinderschützer sind über das Ausmaß der Kontakte von Kindern und Jugendlichen über das Internet in Polen sehr besorgt.

dpa WARSCHAU. Polnische Kinderschützer sind über das Ausmaß der Kontakte von Kindern und Jugendlichen über das Internet in Polen sehr besorgt.

Kurz vor dem Start einer Kampagne, die vor Pädophilen warnt, veröffentlichte die „Gazeta Wyborcza“ am Samstag die Ergebnisse einer Umfrage des Instituts Gemius unter knapp 1 500 Kindern und Jugendlichen von zwölf bis 17 Jahren. Danach erhielten 40 Prozent der Befragten E-Mails mit Links zu pornografischen Seiten, mehr als die Hälfte der jungen Internetnutzer gab an, gegen ihren Willen in Chats in Gespräche über Sex verwickelt worden zu sein.

Besonders alarmierend für Kinderschützer ist, dass mehr als 75 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Fremden zu einem echten Treffen aufgefordert wurden und es in 25 Prozent der Fälle tatsächlich zu einer Begegnung kam. Immerhin 13,2 Prozent fanden heraus, dass ihre Chat-Bekanntschaft nicht das genannte Alter oder Geschlecht hatte und jedes zehnte dieser Kinder hatte bei der Verabredung ein „schlechtes Gefühl“.

Warnungen dämpfen die Bereitschaft zum Treffen mit Unbekannten offenbar nur wenig, denn 94 Prozent der befragten Jungen und Mädchen wussten, dass die Herausgabe persönlicher Informationen gefährlich sein kann. Mädchen wurden von Fremden deutlich öfter zu Treffen gedrängt als Jungen, waren dabei aber vorsichtiger - sie erzählten Gleichaltrigen von den Verabredungen oder nahmen eine Freundin zum Treffen mit. Völlig ahnungslos bleiben dagegen in der Regel die Eltern. Nur 1,6 Prozent der Kinder ließen sich von Vater oder Mutter zum Treffen mit einem Unbekannten begleiten, in einem Viertel der Fälle erzählten sie den Eltern anschließend von der Verabredung.

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