Port Royale 3
Leinen los und der Handel beginnt

Die Karibik des 17. Jahrhunderts bietet nicht nur die Kulisse für unzählige Kinofilme, sondern auch für Computerspiele wie die Wirtschaftssimulation "Port Royale". Deren dritter Teil sticht jetzt in See.
  • 2

FrankfurtPiraten haben nach Johnny Depps Paraderolle als Kapitän Jack Sparrow in "Fluch der Karibik" weiterhin Konjunktur. Das gilt für bombastische Kinoproduktionen aus Hollywood und auch für Computerspiele. "Port Royale" ist dabei ein alter Hase, denn das erste Spiel der Reihe erschien schon 2003. Jetzt soll der dritte Teil Handeln, Tauschen und Seefahrten noch schöner machen. Allerdings ist das Spiel viel mehr eine Wirtschaftssimulation und kein reines Piratenabenteuer.

Der Spieler übernimmt in "Port Royale 3" die Rolle eines jungen Kapitäns zur Zeit der Kolonialisierung der Karibik. Sein Ziel besteht darin, der mächtigste Mann der Neuen Welt zu werden. Mit einem kleinen Schiff und einer Handvoll Gold beginnt das Abenteuer. Auf dem Weg zum Erfolg warten Seeschlachten, Belagerungen von Küstenstädten und ein komplexes Handelssystem.

In der Karibik des 17. Jahrhunderts kämpfen die Seemächte Spanien, England, Frankreich und die Niederlande um die Vorherrschaft in den Kolonien. Handelskonvois transportieren Waren, Militärkonvois sichern ihre Handelsrouten und Piraten suchen nach Beute. Der Spieler hat die Wahl zwischen der Kampagne des Abenteurers und der des Händlers. Außerdem gibt es mit dem Endlosspiel noch eine Kombination beider Wege.

Alles für die Liebe

Bei beiden Kampagnen ist die Hintergrundgeschichte gleich: Der angehende Held strandet in der Karibik und verliebt sich in die Tochter des spanischen Gouverneurs. Der Abenteurer muss seine Geliebte aus den Fängen eines Entführers befreien. Auf dem Weg dahin warten allerlei Schlachtgetümmel, finstere Piratenverstecke und Handelsblockaden. Der Händler hilft seiner Angebeteten, aus den wirtschaftlich vor sich hin dümpelnden Inseln eine Wirtschaftsmetropole zu entwickeln. Beide Wege bereiten den Spieler in etwa 15 Stunden auf die wirklichen Feinheiten von Warenhandel, Produktionsketten und Spiel-System vor.

Die kommen dann im Endlosspiel voll zur Geltung. Es warten abwechslungsreiche Missionen und stimmungsvolle Zwischensequenzen, um die Motivation zum Handeln zu erhalten. Erfolg verlangt nach Eigeninitiative und Kreativität. So lassen sich die hohen Preise für Zucker umgehen, wenn eine eigene Plantage errichtet wird. Das setzt gute Beziehungen zum jeweiligen Gouverneur und der Bevölkerung voraus. Da kann es helfen, eine Hungernot in Tortuga durch die schnelle Lieferung von Nahrungsmitteln zu bekämpfen.

Immer ein Auge auf die Kriegskasse haben

Das ist allerdings nicht immer ein einfaches Unterfangen, denn Beschreibungen, Berater und Videohilfen erklären zwar vieles, aber längst nicht alles. Vor allem Abenteurer müssen vorsichtig sein, denn wer das Handeln vergisst, dem gehen bald die Goldstücke aus.

Zum ersten Mal sind die virtuellen Kapitäne in der "Port Royale"-Serie nicht mehr allein in der so friedlich scheinenden Karibik. Im Mehrspielermodus können sich bis zu vier Spieler per Netzwerk und im Internet messen. "Port Royale 3" ist eine gelungene Wirtschaftssimulation, die nicht nur das Herz von Krämerseelen erwärmt. Ein kleines Manko ist die etwas langweilig gestaltete Handelskarte, die einen großen Teil der Spielzeit beansprucht. Wer Spaß am Handel in einer tollen Umgebung hat, der sollte bei "Port Royale" vor Anker gehen.

Das Spiel von Gaming Minds läuft ab Windows XP SP3 und benötigt einen Prozessor ab Pentium Dual Core 3 GHz, zwei GB Arbeitsspeicher und eine aktuelle Grafikkarte. Es kostet etwa 35 Euro.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Port Royale 3: Leinen los und der Handel beginnt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ich bin leider sehr entäuscht über PR3, Seeschlachten sind sehr schlecht gemacht. Einfacher zu handhaben leider aber dadurch sehr eintönig und langweilig! Einfach voll Stärke aufbauen und immer auf Autokampf. Man kann keine Soldaten für seinen eigenen Städte anheuern, die KI aber schon.

    Preisleistung passt hier leider auf keinen Fall.

  • Schade das es nicht noch weiter in die Tiefe geht,bestimmt Features (Hafenkneipe) nicht mehr gibt. Kampfhandlungen auch eingeschränkter sind.

    Wer PR 2 früher gern gezockt hat,kommt hier sofort ohne Anleitung klar. Mit PR 3 hat man jetzt wieder den Klassiker auf der Vista;windows 7 Betriebssystem,die Gebete der Suchtis wurden somit erhört :-)

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%