Post schickt Briefe auf den Computer
Schneckenpost ins E-Mail-Programm

Die Schweizerische Post bietet Vielreisenden ab sofort einen besonderen Nachsendeservice: Die Nutzer können sich ihre Schneckenpost elektronisch zustellen lassen. Der Service verlangt allerdings einen großen Vertrauensvorschuss an die Post.
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BERLIN. Die Schweizerische Post bietet ab sofort einen neuen Briefauslieferdienst an: Nutzer können sich ihre Schneckenpostbriefe statt in den Briefkasten zuhause auf den Computer schicken lassen. Der Dienst richtet sich in erster Linie an Nutzer, die viel auf Reisen sind, für die es aber wichtig ist, dass sie ihre Post fristgerecht bekommen.

Swiss Post Box heißt das elektronische Postfach, das die Schweizerische Post ihren Kunden einrichtet. Um den Brief-zu-Mail-Dienst zu nutzen, müssen die Kunden der Schweizer Post allerdings einen großen Vertrauensvorschuss einräumen: Sie lassen ihre Briefe per Nachsendeantrag an ein Scanzentrum der Schweizerischen Post schicken. Dort wird zunächst der verschlossene Briefumschlag gescannt und die Datei an das elektronische Postfach geschickt. Der Empfänger entscheidet dann per Klick, was mit der Sendung passieren soll.

Möchte er einen Brief lesen, teilt er das der Post mit. Ein Mitarbeiter öffnet dann den Umschlag und scannt das Schreiben. Dann schickt er es als PDF-Datei an den Empfänger. Dabei sichert die Post ihren Kunden zu, dass für den elektronischen Dienst das Postgeheimnis ebenso gilt wie für die Schneckenpost. Das elektronische Postfach selbst schützt der Anbieter nach eigenen Angaben mit dem gleichen Sicherheitsstandard wie sein Onlinebanking.

Die Schweizerische Post bietet die Swiss Post Box zunächst für Kunden in der Schweiz und in Deutschland an. Anfang Juli können auch Nutzer aus Frankreich, Italien und Österreich ihre Briefe von der Schweizer Post scannen lassen. Der Dienst kostet in der Grundausführung 19,90 Schweizer Franken, umgerechnet rund 13 Euro im Monat.

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