Profitabilität im Fokus
Sayonara Aibo – Sony schläfert Roboterhund ein

Der legendäre Roboterhund Aibo wird „eingeschläfert“. Der japanische Elektronikkonzern Sony wird Produktion und Weiterentwicklung des populären High-Tech-Spielzeughündchens nach eigenen Angaben Ende März einstellen. Auf diese Weise will der Konzern seine Profitabilität weiter verbessern.

dpa TOKIO. Auch Sonys humanoider, laufender Roboter Qrio, der nie in den normalen Handel kam, soll bald nicht mehr weiterentwickelt werden. Die Forschung und Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die in den Robotern steckt, will das Unternehmen allerdings fortsetzen und in anderen Produkten einsetzen.

Als Aibo 1999 auf dem Markt erschien, eroberte das Roboterhündchen sofort die Herzen vieler Fans. Anfangs nahm Sony übers Internet Aufträge für 3 000 Exemplare in Japan und 2000 in den USA an. Innerhalb von nur 20 Minuten waren alle in Japan verkauft und in den USA nach vier Tagen. Bis zum vergangenen September verkaufte das Unternehmen weltweit mehr als 150 000 der Roboterhunde. Aibo-Besitzer bekommen auch nach Ende der Produktion weiter technische Unterstützung.

Sony ist derweil dabei, sich aus dem Tal der Tränen wieder herauszuarbeiten. So konnte das Unternehmen überraschend hohe Gewinne im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verbuchen und erwartet fürs Gesamtjahr nicht mehr rote, sondern schwarze Zahlen.

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