Prognose wegen Preisrückgang bei Telefonie gesenkt
Deutsche IT-Branche rudert zurück

Die deutsche IT-Branche muss ihre ehrgeizigen Wachstumserwartungen drosseln. Auf Grund des extremen Preiskampfs im Mobilfunk wie auch im Festnetz wird der Umsatzanstieg 2005 schwächer ausfallen als bisher erwartet.

HB FRANKFURT. Wie der Branchenverband Bitkom am Dienstag mitteilte, rechnet er 2005 mit einem Umsatzplus von 2,6 % auf 134,1 Mrd. € gerechnet. Bislang war der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien von einem Umsatzzuwachs von 3,4 % ausgegangen. 2006 soll der Zuwachs sogar mit 2,4 % noch geringer ausfallen. Bislang hatte Bitkom ein Plus von 3,1 % erwartet. Die Branche wachse damit jedoch weiter stärker als die Wirtschaft insgesamt, betonte der Verband.

„Weil die Preise für das Telefonieren mit dem Handy überraschend stark sinken, wächst dieser Bereich etwas schwächer als erwartet“, erläuterte Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms auf der Herbst-Pressekonferenz des Verbandes die Prognosesenkung für das laufende Jahr. „In der Festnetztelefonie führt der erneute Preisrückgang sogar zu einem beschleunigten Rückgang der Umsätze.“ Zwar weder dadurch mehr telefoniert und auch das Internet stärker genutzt. Jedoch drücke der Preisrückgang auf die Umsätze.

Ein weiterer Grund für die Prognosesenkung sei die Gesamtwirtschaft in Deutschland, die sich nicht so dynamisch entwickle wie zu Jahresanfang erwartet, erläuterte Harms. „Die Unternehmen investieren zwar, aber sie investieren im Inland weniger stark als angenommen. Hierzu hat unter anderem auch die Verunsicherung durch die Bundestagswahl beigetragen.“

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