Projekt O3b Networks
Googles erste Internetsatelliten gestartet

Via Satellit will Google unterversorgte Gebiete in Afrika und Asien mit Mobilfunk- und Internetverbindungen versorgen. Die ersten vier Satelliten des neuen Netzwerks sind jetzt gestartet. Das große Geschäft lockt.
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Kourou/ParisEin neues Netzwerk für schnelle und günstige Internetverbindungen in Schwellen- und Entwicklungsländern nimmt Gestalt an. Eine Sojus-Rakete brachte am späten Dienstagabend vom Weltraumbahnhof Kourou  in Französisch-Guayana aus die ersten vier Satelliten für das O3b-System ins All. Vier weitere werden bereits im September folgen.

Wenn das Satelliten-Netzwerk voll einsatzfähig ist, soll es Milliarden Menschen in bislang unterversorgten Gebieten den Zugang zu besseren Mobilfunk- und Onlineverbindungen ermöglichen. Die Geschwindigkeit wird nach Angaben des Betreiberunternehmens O3b Networks der von Glasfasernetzen entsprechen.

Finanziert wird das Projekt unter anderem vom Internetriesen Google, dem europäischen Satellitenbetreiber SES und der britischen Bank HSBC. Das Gemeinschaftsunternehmen O3b Networks hat seinen Hauptsitz in St. Helier auf der Kanalinsel Jersey.

Google will große Teile des afrikanischen Kontinents und Asiens per Funk mit Breitbandinternet versorgen und führt dazu Verhandlungen mit Regierungsstellen. Laut einem unbestätigten Bericht sollen die Netze im südlich der Sahara gelegenen Teil Afrikas und in Südostasien entstehen.

Die Sojus-Rakete hatte eigentlich bereits am Vortag starten sollen. Wegen ungünstiger Wetterbedingungen über dem europäischen Raumfahrtzentrum musste der Countdown allerdings für 24 Stunden unterbrochen werden. Kurz vor dem zweiten Startversuch sah es zunächst ebenfalls nicht gut aus und der Countdown musste wieder kurzzeitig angehalten werden. Die Wetterlage verbesserte sich dann aber doch noch.

Die russische Trägerrakete Sojus hat mittlerweile fünf erfolgreiche Starts von Kourou aus hinter sich. Sie gilt als zuverlässiges Transportmittel, mit dem mittelschwere Lasten kostengünstiger als mit der großen europäischen Ariane-Rakete ins All gebracht werden können.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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