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Prozess um „Online-Phishing“ beginnt mit Verzögerung

Mit erheblichen Verzögerungen hat der Frankfurter Prozess gegen sieben Angeklagte wegen groß angelegter Ausspähung vertraulicher Bankkontendaten („Online-Phishing“) begonnen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Mit erheblichen Verzögerungen hat der Frankfurter Prozess gegen sieben Angeklagte wegen groß angelegter Ausspähung vertraulicher Bankkontendaten („Online-Phishing“) begonnen.

Vor dem Landgericht Frankfurt konnte noch nicht einmal die umfangreiche Klageschrift verlesen werden, da die Verteidiger Befangenheitsanträge gegen die Vorsitzende Richterin stellten. Darüber entscheide in den nächsten Tagen eine andere Kammer des Gerichts.

Den angeklagten sechs Litauern und einem Deutschen legt die Staatsanwaltschaft zur Last, zwischen Juli 2005 und März dieses Jahres mit Hilfe eines Trojaner-Computerprogrammes die vertraulichen Daten von 69 Online-Bankkonten ausfindig gemacht zu haben. Nachdem in den überwiegenden Fällen jedoch Sicherungen und Sperren der Banken erfolgreich griffen, hält sich der Schaden laut Anklage im kleinen Rahmen. Gleichwohl gehen die Anklagevertreter auf Grund der „Vermögensgefährdung“ von vollendeten Betrugsfällen aus.

Neben dem Befangenheitsantrag stellten die Verteidiger auch noch Aussetzungsanträge und verlangten die Aufhebung der Haftbefehle gegen ihre Mandanten. Die Staatsanwaltschaft präsentierte im Gegenzug eine Erweiterung der Anklage, die den lediglich russisch und litauisch sprechenden Angeklagten nun übersetzt werden soll. Der Prozess wird am 29. Dezember fortgesetzt. Die Strafkammer steht vor einer umfangreichen Beweisaufnahme und hat Fortsetzungstermine bis Anfang März anberaumt.

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