Pünktlich zur Fußball-WM sollen erste Dienste stehen
Das Handy wird zum Mini-Fernseher

Fußballfans könnten dem mobilen Fernsehen auf die Sprünge helfen: Bei der Weltmeisterschaft im Sommer 2006 sollen bewegte Bilder die Sportbegeisterten immer und überall auf ihrem Handy mit Informationen versorgen - so jedenfalls die optimistischen Pläne. "Die WM 2006 ist ein Event, bei dem man versuchen wird, erste Anwendungen zu ermöglichen", sagt T-Mobile-Sprecher René Bresgen vorsichtig.

DÜSSELDORF. Wie die aussehen könnten, ist noch nicht klar. Offen ist, welche Übertragungstechnik genutzt werden soll. DVB-H (Digital Video Broadcast Handheld) ist eine Möglichkeit. Diese Variante des terrestrischen digitalen Übertragungsstandards DVB-T (Digital Video Broadcast Terrestric) testeten Firmen wie Nokia, Philips und Vodafone bereits in einem Pilotprojekt in Berlin. Theoretisch wäre es möglich, auch direkt per DVB-T auf mobile Geräte zu senden. Doch bietet DVB-H eine höhere Datenkompression, eine bessere Auflösung für kleine Handy-Displays und spart Akkuleistung.

Allerdings spricht auch einiges für DVB-T: Die Versorgung mit Inhalten wäre über den Rundfunkstaatsvertrag gesichert, so Markus Buchwald, Senior Consultant beim Beratungsunternehmen Detecon International in Bonn. "Gerade kleine Sender werden zusätzliche Kosten für das DVB-H-Signal vermeiden, so lange es keine Geschäftsmodelle gibt, die Umsatz versprechen." Problematisch ist jedoch, dass die digitalen Frequenzen knapp sind. Und dass DVB-T momentan nur in den Ballungsräumen verfügbar ist.

In dieser Hinsicht besser aufgestellt ist DMB (Digital Multimedia Broadcasting). Es beruht auf dem Radioübertragungsformat DAB (Digital Audio Broadcasting), das in Deutschland fast flächendeckend vorhanden ist. In Südkorea senden schon heute 40 Fernsehsender ihr Programm für Handy über DMB. In der zweiten Jahreshälfte wird die Bayerische Landeszentrale für Neue Medien in Regensburg ein DMB-Pilotprojekt starten. "Wir testen momentan alle Formate", sagt Bresgen von T-Mobile. Vor allem für DVB-H setzt sich Vodafone ein: "Wir arbeiten intensiv daran", sagt ein Sprecher. Wichtig sei ein Format, das nicht nur national genutzt werden könne.

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