Quadruple Play
Schwieriger Start für Bündelangebote

Es klingt verlockend: Fernsehanschluss, Internetzugang, Festnetztelefon und Handy aus einer Hand zu einem günstigen Preis. Fachleute nennen diese neuen, umfassenden Pakete „Quadruple Play“. Doch was sich ausgesprochen attraktiv anhört, kann sich am Markt nicht so recht durchsetzen.

LONDON/ MÜNCHEN. In Großbritannien hat sich der Pionier dieser Bündelangebote selbst zum Verkauf gestellt, die Abonnentenzahlen sinken. Umfragen von TNS Infratest zeigen, dass sich auch die Deutschen zunächst sehr zurückhalten werden.

Anders als in England steht Quadruple Play in Deutschland noch ganz am Anfang. Die ersten Angebote kommen gerade erst auf den Markt. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass es die Pakete schwer haben werden. Lediglich vier Prozent aller Haushalte in Deutschland sind bereit, in den nächsten zwölf Monaten einen Vertrag über Quadruple Play abzuschließen, haben die Experten von TNS in Umfragen herausgefunden.

Quadruple Play ist die Erweiterung des derzeit üblichen und bereits verbreiteten „Triple Play“. Je nach Anbieter sind die Triple-Play-Pakete heute unterschiedlich umfangreich. Stets dazu gehört ein schneller Internet-Zugang mit zeitlich unbegrenztem Surfen sowie das unbeschränkte Telefonieren im Festnetz. Dazu kommt dann entweder Fernsehen übers Internet oder ein Handy mit Flatrate. Bekannteste Anbieter hier zu Lande sind die Deutsche Telekom, Hansenet (Marke: Alice), Arcor, Vodafone, 1&1 sowie O2.

Um die Menschen für die umfangreicheren Pakete zu begeistern, müssten die Anbieter verstärkt die neuen Möglichkeiten herausstellen, sagt TNS-Manager Holger Laube. „Momentan ist noch der Preis das wichtigste Entscheidungskriterium.“ Durch das Internet-TV sind beispielsweise zeitversetztes Fernsehen und personalisierte Programmhinweise möglich. Darüber hinaus können sich die Nutzer Filme aus dem Netz holen.

In Umfragen von TNS hat sich gezeigt, dass die Deutschen bereit sind, pro Monat fünf bis zehn Euro mehr für Quadruple Play als für das bisherige Triple Play zu zahlen. „Die Angebote dürfen deshalb nicht mehr als 60 Euro kosten“, sagt Laube.

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