Quantencomputer: Wenn Atome rechnen lernen

Quantencomputer
Wenn Atome rechnen lernen

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die klassische IT-Technik an ihre Grenzen stoßen wird. Die Branche baut für die Zukunft deshalb auf den Quantencomputer. Ein erstes serienreifes Produkt soll es bereits geben.
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FrankfurtDie Zukunft der IT-Industrie ist pechschwarz und glatt; ein monolithischer, rechteckiger, zehn Kubikmeter umfassender Block, schwer wie ein Elefant. So jedenfalls sieht der weltweit erste Quantencomputer aus.
Der Rüstungskonzern Lockheed Martin hat zehn Millionen Dollar für das bisher einzige Produkt der kanadischen Firma D-Wave, den sogenannten D-Wave One, bezahlt. Seither rätseln Experten an Universitäten, aber auch innerhalb der Branche: Funktioniert das sperrige Ding? Was kann die Zaubermaschine, wie schnell ist sie?

Viele Fragen und keine Antworten. Das nervt die Fachleute - schließlich stehen sie vor einer schwierigen Entscheidung: Sollen sie jetzt große Summen in die Quantentechnologie stecken? Müssen sie es vielleicht sogar?

Eine heikle Situation. Denn trotz der Jubelmeldung über den Verkauf ist ein industriell gefertigter Quantencomputer nach Ansicht vieler Experten noch weit entfernt. Der Lookheed-Computer sei ein Forschungsprojekt, werbewirksam vermarktet, heißt es unisono in der IT-Industrie wie in der Wissenschaft.

Zwischen 45 und 50 Jahre dürfte es noch dauern bis zum wirklich fertigen Quantencomputer, schätzt Hendrik Bluhm, Professor für Experimentalphysik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen. Das ist für IT-Konzerne viel zu lang, um große Investitionen vor Investoren und Aktionären zu rechtfertigen.

Dennoch ruhen große Hoffnungen auf dem Quantencomputer. Heute arbeiten Computer mit Transistoren. Das sind Schalter, die entweder ein- oder ausgestellt sind. Null oder eins - mehr Möglichkeiten gibt es in der digitalen Welt nicht. Entsprechend viele Schalter braucht man, um Informationen zu verarbeiten und zu speichern.

Beim Quantencomputer werden die Informationen aus einzelnen Elektronen abgelesen. Die können mehr als nur zwei Zustände einnehmen, also können auch mehr Informationen abgerufen werden. Deshalb erledigt der Quantencomputer mehr Rechnungen gleichzeitig und damit viel schneller.

Kommentare zu " Quantencomputer: Wenn Atome rechnen lernen"

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    Das Atom kann nicht rechnen,
    es ist nur instinktgesteuert. Aber dies ohne eine einzige Fehlfunktion.
    Der erste der wirklich denken kann ist der Mensch, ein Kind des Atomes um seiner Sache zu dienen, sprich biologisches Leben zu bilden.
    Aber im Moment hat sich der Mensch aufgrund "seines Verstandes" verselbstständigt. Sein Schicksal ist äußerst Fragwürdig und verspricht nichts Gutes.


    Siehe hierzu auch meine Thesen im Handelsblattartikel "Cern-Forscher sind Gottesteilchen dicht auf der Spur"

    Link:

    http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/forschung-innovation/cern-forscher-sind-gottesteilchen-dicht-auf-der-spur/v_detail_tab_comments,5955710.html
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