Quantenkryptografie
Forscher arbeiten an absolut sicherer Nachrichtenübertragung

Fast nichts scheint heute vor Computer-Hackern sicher zu sein. Doch eine deutsche Physikerin will Licht zur absolut sicheren Nachrichtenübermittlung nutzen. Möglich machen das die Eigenschaften der Quanten-Welt.
  • 0

PaderbornRegierungen zittern um ihre geheimen Daten und auch der Otto-Normal-Computernutzer fürchtet um seine Bankdaten oder Kreditkartennummern. Christine Silberhorn arbeitet an der absolut sicheren Datenübermittlung. Die Quantenoptikerin von der Universität Paderborn nutzt dazu besondere Eigenschaften des Lichts.

Im Labor der jungen Professorin sorgen dicke Vorhänge an allen Wänden für absolute Dunkelheit. Auf einer riesigen Tischplatte stehen zahllose Linsen, Prismen und Spiegel, durch die sie bei ihren Experimenten grünes Laserlicht schickt. Licht ist ein wichtiger Datenträger in der Computertechnologie: Mit ihm lassen sich Informationen durch Internetleitungen weltweit verschicken - in Glasfaserkabeln zum Beispiel. Praktisch, aber eben nicht ganz sicher.

Um Hackern das Handwerk zu legen, bedient sich die Quantenoptikerin physikalischer Prinzipien, die das Abhören unmöglich machen sollen. Dazu beschäftigt sich die Physikerin mit den kleinsten Einheiten, in die man Licht zerlegen kann, den sogenannte Photonen oder Quanten. Den Photonen können Informationen aufgeprägt werden, die sie dann von einem Computer zum nächsten transportieren. Sobald aber der zweite Computer die übermittelten Daten gelesen hat, verliert das Lichtteilchen die Information, erklärt Silberhorn. Quasi ein Wegwerf-Datenträger, der für Hacker wertlos ist. Oder doch zumindest eine neue, schwierige Nuss, die es erst einmal zu knacken gilt.

Seite 1:

Forscher arbeiten an absolut sicherer Nachrichtenübertragung

Seite 2:

Weltweite Forschung an Quantenkryptografie

Kommentare zu " Quantenkryptografie: Forscher arbeiten an absolut sicherer Nachrichtenübertragung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%