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Qwest wird wahrscheinlich Kaufofferte für MCI verbessern

Der amerikanische Telefonkonzern Qwest Communications International Inc. wird voraussichtlich seine Kaufofferte in Höhe von acht Mrd. Dollar (6,1 Mrd Euro) für das Telekommunikationsunternehmen MCI Inc. in der kommenden Woche erhöhen. Dies hat die „New York Times“ berichtet.

dpa NEW YORK. Der amerikanische Telefonkonzern Qwest Communications International Inc. wird voraussichtlich seine Kaufofferte in Höhe von acht Mrd. Dollar (6,1 Mrd Euro) für das Telekommunikationsunternehmen MCI Inc. in der kommenden Woche erhöhen. Dies hat die „New York Times“ berichtet. Die Firmen nahmen keine Stellung.

Qwest wolle damit versuchen, eine MCI-Transaktion mit dem Telefonkonzern Verizon Inc. zu torpedieren. Verizon hatte 6,75 Mrd. Dollar für MCI offeriert. MCI hatte auf Druck von Großaktionären Verhandlungen mit Qwest aufgenommen, die ein höheres Angebot von Qwest bevorzugen.

Qwest wird nach Darstellung der Zeitung möglicherweise den Baranteil seiner Offerte aufstocken und die MCI-Aktionäre zwischen einer Übernahmevereinbarung und der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden besser gegen einen Kursverfall der Qwest-Aktien absichern. Eine höhere Qwest-Offerte könne Verizon dazu zwingen, das eigene Angebot anzuheben. Verizon hatte trotz seiner Kaufvereinbarung mit MCI einer zweiwöchigen Verhandlungsphase zwischen MCI und Qwest zugestimmt. Diese Frist läuft am kommenden Donnerstag aus, und Qwest dürfte vorher eine verbesserte Offerte machen.

MCI ist saniert aus dem ehemaligen Telekommunikationsunternehmen Worldcom hervorgegangenen. Worldcom war in den schlimmsten Bilanzskandal der US-Geschichte verwickelt und hatte das größte Insolvenzverfahren durchgemacht.

MCI ist wegen seines globalen Telefon-, Daten- und Internetverkehrs-Netzes, Hundertausenden von Unternehmenskunden und geringen Schulden für Qwest und Verizon sehr attraktiv. MCI-Chef Michael Capellas hatte Verizon bisher vorgezogen, da die Gesellschaft mit einem Gesamtwert ihrer Aktien von mehr als 100 Mrd. Dollar finanziell viel stärker ist als Qwest mit einem Börsenwert von nur sieben Mrd. Dollar. Verizon dominiert im dicht besiedelten Nordosten der USA und ist Mehrheitsaktionär bei der zweitgrößten amerikanischen Mobilfunkfirma Verizon Wireless. Qwest operiert in mehr als einem Dutzend dünn besiedelten Bundesstaaten im Westen der USA und hat 17 Mrd. Dollar Schulden.

Die Geschworenen eines New Yorker Gerichts beraten momentan hinter verschlossenen Türen, ob sie den ehemaligen Worldcom-Chef Bernie Ebbers wegen des Bilanzbetrugs verurteilen sollen.

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