Radikale Reaktionen auf unerwünschte Mails
Spam verdirbt Lust auf E-Mails

Spam kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für „Spiced Pork and Meat“. Es bezeichnet in Gelee eingelegtes Frühstücksfleisch.

hiz DÜSSELDORF. Die Verwendung des Begriffes für unverlangt zugesandte Nachrichten verdankt Spam einem Sketch von Monty Python. Dort gab es in einem Restaurant jede Menge Gerichte – allerdings alle mit Spam. Das übernahmen die Computerfreaks als Bezeichnung für unerwünschte Massen- und Werbemails.

Nach einer Untersuchung von Symantec, einem Anbieter von Sicherheitssoftware, gibt es bei amerikanischen Unternehmen bereits Bestrebungen die Reißleine zu ziehen. Viele Befragte bemäkelten, dass heute schon die Hälfte aller eintreffenden elektronischen Botschaften Junk-Mails seinen. Durch elektronische Angebote für Potenzpillen, Beruhigungsmittel oder Kredite werden die Mitarbeiter unnötig belastet und Ressourcen gebunden. Zusätzliche werden die technischen Systeme mit nutzlosem Inhalt verstopft. Die Konsequenz ist, dass es vor allem kleine Firmen überlegen, E-Mails wieder ganz abzuschaffen.

Das würde zwar die Mitarbeiter wieder für ihre eigentliche Arbeit frei machen. Auf der anderen Seite basieren aber schon viele Geschäftsprozesse auf dem Austausch elektronischer Nachrichten. Sinnvoller scheint da die Installation eines Spam-Filters, der die Zahl der Junk-Mails auf ein Minimum reduziert. Zunächst sind Unternehmen jedoch auf sich selbst angewiesen, selbst wenn einzelne Politiker mittlerweile aktiv geworden sind. Gesetzesinitiativen, wie das in dieser Woche endgültig verabschiedete Regelwerk in den USA, können nur dann helfen, wenn sie weltweit Gültigkeit haben. Leicht kann der Versender solcher Massenmails in Länder ausweichen, in denen er nicht vom Gesetz verfolgt wird.

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