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Random House prüft Einstieg in Online-Handel

Der weltgrößte Buchverlag Random House (New York) prüft Möglichkeiten, englischsprachige Bücher künftig auch im Direktvertrieb über das Internet zu verkaufen. Das kündigte Vorstandsvorsitzender Peter Olson in einem Brief an die Mitarbeiter an.

dpa NEW YORK/GÜTERSLOH. Der weltgrößte Buchverlag Random House (New York) prüft Möglichkeiten, englischsprachige Bücher künftig auch im Direktvertrieb über das Internet zu verkaufen. Das kündigte Vorstandsvorsitzender Peter Olson in einem Brief an die Mitarbeiter an.

Olson sieht dies als Ergänzung zu bisherigen Handelskanälen wie dem stationären Buchhandel. Random House, eine von sechs Sparten des Gütersloher Bertelsmann- Konzerns,hat nach den Worten von Olson 2004 ein gutes Geschäftsjahr hinter sich gebracht und wird die Zahlen des Vorjahres zumindest wieder erreichen. Random House hatte im vergangenen Jahr 1,8 Mrd. Euro umgesetzt, davon 7,9 Prozent in Deutschland und rund zwei Drittel in Nordamerika. Im vergangenen Jahr wurde ein operativer Gewinn (Ebita) von 147 Mill. Euro erzielt.

Random House prüfe derzeit die Möglichkeit, „irgendwann“ in den Online-Buchhandel einzusteigen, sagte Konzernsprecher Stuart Applebaum am Mittwoch. „Es ist das erste Mal, dass wir diese Überlegungen öffentlich machen“, sagte er. Es gebe noch keinen Zeitpunkt. Es sei auch noch nicht absolut sicher, dass die Absicht tatsächlich in die Realität umgesetzt werde.

Random House würde im Online-Buchhandel in Konkurrenz zu den Branchen-Pionieren Amazon.de und Barnes & Noble treten. In Deutschland hält die Random-House-Muttergesellschaft Bertelsmann bereits eine Beteiligung am zweitgrößten deutschen Online-Buchhändler buch.de (Münster). Über die Clubs seiner Sparte Direct Group ist der Gütersloher Konzern ebenfalls im Endkundengeschäft mit Büchern aktiv.

Random House vereint Verlage wie Alfred A. Knopf, C. Bertelsmann, Heyne, Goldmann oder Doubleday unter seinem Dach. Die Verlagsfamilie ist Heimat für eine Palette von Schriftstellern - von Bestseller- Autoren wie Dan Brown oder John Grisham bis zum früheren US- Präsidenten Bill Clinton.

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